Parkflächen in Flughafennähe : Hamburg untersucht Einschränkungen für Straßenparker am Flughafen

Der Helmut-Schmidt-Flughafen in Hamburg. /Archiv
Der Helmut-Schmidt-Flughafen in Hamburg. /Archiv

Einige Flugreisende scheuen die Parkgebühren am Flughafen und weichen auf umliegende Gebiete aus. Zum Leidwesen der Anwohner.

shz.de von
07. März 2018, 15:37 Uhr

Hamburg | Die Stadt Hamburg prüft, ob die Parkzonen für Anwohner in der Nachbarschaft des Flughafens ausgeweitet werden sollten. Der Landesbetrieb Verkehr werde an bestimmten Stichtagen die Kennzeichen von parkenden Autos überprüfen und feststellen, ob der Parkraum von gebietsfremden Dauerparkern oder von Anwohnern genutzt werde, teilte die Innenbehörde am Mittwoch mit. Seit einigen Jahren sei vermehrt zu beobachten, dass Fluggäste ihre Autos für mehrere Tage in den umliegenden Wohngebieten abstellen und auf anderen Wegen zum Flughafen gelangen.

Schon jetzt gibt es ein Anwohnerparkgebiet (N 100) in unmittelbarer Flughafennähe. Hier dürfen Kurzzeitparker ihre Fahrzeuge nicht länger als drei Stunden abstellen. Bei der Untersuchung geht es um Straßen, die etwas weiter vom Airport entfernt liegen. Der Flughafen hält rund 12.000 Parkplätze für Fluggäste vor und mietet in der Hochsaison in den Sommerferien weitere Parkflächen an. „Wer einen Parkplatz buchen will, bekommt auch einen“, sagte Flughafen-Sprecherin Janet Niemeyer.

Zudem gibt es private Anbieter, die Parkplätze mit Shuttle-Bussen zum Flughafen anbieten. Rund ein Drittel der Fluggäste kommt mit dem öffentlichen Nahverkehr zum Flughafen. „Das Nadelöhr sind nicht die Kapazitäten, sondern die Zahlungsbereitschaft“, sagte Lukas Domaschke vom Landesbetrieb Verkehr. Einige Fluggäste scheuen die Gebühren für das Parken, die je nach Entfernung vom Flughafen, Parkdauer und Anbieter recht unterschiedlich ausfallen können. Doch auch in der Hochsaison können die Fluggäste Parkplätze mit Vorbestellung für weniger als 100 Euro je Woche mieten.

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