ZDF-Serie „Das Traumschiff“ : Hamburg: Umweltschützer gegen Luftverschmutzung durch „Traumschiff“

Mitglieder der Naturschutzorganisation Nabu posieren in Hamburg mit einer überdimensionalen Lunge und einem Banner mit der Aufschrift „Traumschiff? Albtraum für die Lunge!“ vor dem Kreuzfahrtterminal Altona.
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Mitglieder der Naturschutzorganisation Nabu posieren in Hamburg mit einer überdimensionalen Lunge und einem Banner mit der Aufschrift „Traumschiff? Albtraum für die Lunge!“ vor dem Kreuzfahrtterminal Altona.

„Das Traumschiff“ der ZDF-Serie gehöre zu den größten Umweltsündern unter den Schiffen, heißt es vom Naturschutzbund. Auch ein weiteres TV-Schiff ist betroffen.

shz.de von
03. April 2016, 11:44 Uhr

Hamburg | Demo gegen die ZDF-Serie „Das Traumschiff“: Mit einer überdimensionalen aufblasbaren Lunge hat die Umweltorganisation „Naturschutzbund (Nabu)“ am Sonntag in Hamburg gegen die Ankunft des Kreuzfahrtschiffes „Amadea“ am Kreuzfahrtterminal Altona protestiert.

Die TV-Serie „Das Traumschiff“ erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Der Fernsehsender setzt für die Serie das Kreuzfahrtschiff „Amadea“ von Phoenix Reisen ein.

Das 25 Jahre alte Schiff, Drehort für die ZDF-Serie „Das Traumschiff“, verfüge über keine moderne Abgastechnik, halte lediglich niedrige internationale Regularien ein und gehöre zu den größten Umweltsündern unter den Kreuzfahrtschiffen, heißt es in einer Mitteilung des „Nabu“. Gleiches gelte auch für das Schiff, auf dem die ARD ihr Format „Verrückt nach Meer“ drehe.

„Nach Auffassung des „Nabu“ haben öffentlich-rechtliche Sendeanstalten eine besondere Verantwortung gegenüber Zuschauern und Anwohnern“, erklärte die Umweltorganisation. „Gesundheitsrisiken und Umweltbelastungen, die durch die Kreuzschifffahrt verursacht werden, sollten auch bei der Produktion von Unterhaltungsformaten mit Millionenpublikum beachtet werden.“

Die Schiffe geben im Hafen Stickoxide, Schwefeldioxid, Feinstaub und Ruß ab und gefährden nach Ansicht des „Nabu“ die Gesundheit von Passagieren und Hafen-Anwohnern.

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