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Neuer Touristen-Magnet : Hamburg sucht Standort für Deutsches Hafenmuseum

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Der Bund stellt 120 Millionen Euro bereit. Eröffnung soll Anfang der 2020er Jahre sein – dann auch mit der Viermastbark „Peking“.

shz.de von
erstellt am 06.Dez.2016 | 16:37 Uhr

Hamburg | Börries von Notz bemühte keinen kleinen Vergleich. „Die Eröffnung des Deutschen Hafenmuseums in Hamburg wird das nächste bedeutende kulturelle Ereignis nach der Elbphilharmonie“, versprach der Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg am Dienstag. Erstmals soll hierzulande in einem großen Museum die „herausragende Funktion der deutschen Häfen“ einem breiten Publikum präsentiert werden, erzählt am Beispiel des Hamburger Hafens.

Geplant ist eine umfassende Ausstellung von internationalem Rang, die weit über den Kreis eingefleischter maritimer Kenner hinaus Menschen für Hafengeschichte begeistern soll. Die Einrichtung sei von „hoher touristischer Relevanz“, heißt es in der Projektbeschreibung. Der Bund stellt dafür erstaunliche 120 Millionen Euro bereit.

Anfang der 2020er Jahre soll Eröffnung sein. Noch weiß Hamburg allerdings nicht einmal, wo es seinen neuen Touristen-Magneten ansiedeln soll: passend zum Thema mittendrin im quirligen Hafen oder doch lieber verkehrsgünstig am Nordufer der Elbe. Drei Örtlichkeiten sind laut von Notz noch in der engeren Wahl: das Gelände der 50er Schuppen - wo bereits das Hamburger Hafenmuseum betrieben wird -, ein Grundstück zwischen südlichem Ausgang des Alten Elbtunnels und den Musical-Theatern auf Steinwerder sowie ein Gelände am nördlichen Tunneleingang. Experten wägen in den nächsten Wochen Für und Wider der Varianten ab, im Frühjahr soll ihre Standort-Potenzial-Analyse vorliegen.

Die „MS Bleichen“ ist eines der Prachtstücke des Hafenmuseums an den 50er Schuppen. Dort könnte auch das große Deutsche Hafenmuseum angesiedelt werden, entschieden ist dies allerdings noch nicht.
Die „MS Bleichen“ ist eines der Prachtstücke des Hafenmuseums an den 50er Schuppen. Dort könnte auch das große Deutsche Hafenmuseum angesiedelt werden, entschieden ist dies allerdings noch nicht. Foto: Stiftung Hamburg Maritim

Das Aushängeschild der großen Nationalen Hafenschau steht derweil bereits fest. Für insgesamt 26 Millionen Euro hat Hamburg die Viermastbark „Peking“ zurückgekauft und will sie aufwändig restaurieren lassen. Sie ist eine von nur noch vier existierenden Exemplaren der legendären „Flying P-Liner“ der Hamburger Reederei F. Laiesz.

Die „Peking“ im South Street Seaport Museum in New York.

Die „Peking“ im South Street Seaport Museum in New York.

Foto: Stiftung Hamburg Maritim
 

Das 1911 bei Blohm + Voss gebaute Schiff lag mehrere Jahrzehnte im New Yorker „South Street Seaport Museum, von wo aus die Bark Anfang September in eine New Yorker Werft verholt worden ist. Dort wird der weitgehend marode Frachtensegler fit gemacht für den Rücktransport per Dockschiff; unter anderem muss das Rigg runter. Die Huckepack-Passage über den Atlantik ist für den kommenden Sommer angepeilt. Wo die etwa dreijährige Instandsetzung der „Peking“ erfolgen wird, ist noch unklar. Es läuft eine europaweite Ausschreibung.

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