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Kohlekraftwerk Wedel : Hamburg sucht nach neuen Wegen bei der Fernwärme-Versorgung

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Für die Suche nach erneuerbaren Energien stellt die Hansestadt sechs Millionen Euro zur Verfügung.

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2016 | 16:22 Uhr

Hamburg will das alte Kohlekraftwerk Wedel vorwiegend durch erneuerbare Energiequellen ersetzen und dafür auch neue Wege gehen. Die Gesellschafterversammlung der Hamburger Fernwärmegesellschaft habe Planungsmittel in Höhe von insgesamt sechs Millionen Euro freigegeben, um die Versorgung Hamburgs mit Fernwärme auf eine neue Grundlage zu stellen, teilte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) am Dienstag in der Hansestadt mit. Eine Entscheidung über konkrete Investitionen sei im zweiten Halbjahr 2017 zu erwarten.

Der Energielieferant Vattenfall kündigte Anfang 2016 an,  sein Kohlekraftwerk Wedel umzurüsten, um auch künftig die strengen Vorgaben der Immissionsschutzverordnung einzuhalten. Das mehr als 50 Jahre alte Heizkraftwerk sollte ursprünglich bereits vom Netz genommen sein.

So sollen möglicherweise verschiedene bereits vorhandene Wärmequellen im Süden der Stadt an das Fernwärmenetz angeschlossen werden, zum Beispiel Industriewerke und eine Müllverbrennungsanlage. Um die Wärme in den Hamburger Westen zu transportieren, müsste eine neue Rohrleitung unter der Elbe gebaut werden.

Das Heizkraftwerk Wedel ist mehr als 50 Jahre alt und versorgt 120.000 Haushalte im Hamburger Westen mit Fernwärme. Es sollte bereits vor Jahren durch Wärme aus dem Kraftwerk Moorburg ersetzt werden, doch das scheiterte an politischen Fragen. „Wir brauchen noch Zeit, um Konzepte für eine Neuausrichtung der Fernwärmeversorgung zu prüfen“, hatte Kerstan im November 2015  erklärt. Nun will Kerstan das Heizkraftwerk mit 390 Megawatt Leistung bis Ende 2021 ganz oder teilweise stillegen.

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