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Bürgerschaftswahl 2015 : Hamburg: SPD stellt Kandidatenliste vor

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Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz dürfte den SPD-Listenplatz eins für die Bürgerschaftswahl im Februar 2015 sicher bekommen. Auf der Landesvertreterversammlung dreht es sich um die Frage, wie gut das Ergebnis ausfällt.

Hamburg | Die in Hamburg alleinregierende SPD rüstet sich für die Bürgerschaftswahl. Auf einer Landesvertreterversammlung wollen die Sozialdemokraten am Samstag (10 Uhr) ihre Landesliste für die Wahl am 15. Februar 2015 beschließen. Auf Platz eins kandidiert Hamburgs SPD-Chef und Bürgermeister Olaf Scholz. An seiner Wahl besteht kein Zweifel. Es geht allein um die Frage, wie gut sein Ergebnis ausfällt. Vor vier Jahren hatten ihn 97,5 Prozent der Genossen auf den vordersten Listenplatz gewählt. Die Plätze zwei und drei sollen nach den Vorstellungen des Landesvorstands an Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und die Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt gehen. Scholz hatte bereits bei seiner Wiederwahl zum Parteivorsitzenden Ende Juni die Verteidigung der absoluten Mehrheit als Wahlziel ausgegeben.

Derzeit verfügt die SPD in der Hamburgischen Bürgerschaft über 62 von 121 Sitzen. 37 Parlamentarier wurden in ihren Wahlkreisen direkt gewählt, 25 kamen über die Landesliste ins Rathaus. Da es bei dieser Wahl laut - allerdings schon älteren Umfragen - sehr knapp mit der absoluten Mehrheit für die SPD wird, dürfte die Zahl der als sicher geltenden Listenplätze jedoch schrumpfen. Da das Hamburger Wahlrecht jedem Bürger für die Landesliste jedoch fünf Stimmen erlaubt, die er auf Parteien oder einzelne Politiker verteilen kann, können sich dennoch auch Kandidaten hinterer Plätze Hoffnung machen - sofern sie bekannt genug sind. Bei der SPD könnte dies auf den ehemaligen Bezirksamtsleiter von Hamburg-Mitte, Markus Schreiber (Platz 27), den früheren Juso-Chef Hauke Wagner (Platz 35) oder Danial Ilkhanipour (Platz 53) zutreffen. Letzterer hatte es im Bundestagswahlkampf 2009 zu einiger Bekanntheit gebracht, als er - wie Kritiker sagen - im Kandidatenverfahren „putschartig“ den Bundestagsabgeordneten Niels Annen rausgekegelt und die SPD-Eimsbüttel so in einen lang anhaltenden Streit gestürzt hatte.

Auf den ersten 25 vorgeschlagenen Listenplätzen stehen den Angaben zufolge die Namen von 17 amtierenden Bürgerschaftsabgeordneten. Hinzu kommen neben Scholz und Stapelfeldt mit Staatsrat Karl Schwinke (Platz 4) und Finanzsenator Peter Tschentscher (Platz 5) zwei weitere Regierungsmitglieder. Bleiben vier Kandidaten, die 2015 neu in die Bürgerschaft einziehen wollen: der Kreisvorsitzende der SPD-Eimsbüttel Milan Pein (Platz 9), der Manager Joachim Seeler (Platz 15) sowie die Juristen Tim Stoberock (Platz 18) und Martina Friedrichs (Platz 21).

Bei der Bürgerschaftswahl am 15. Februar 2015 bestimmen die Hamburger erstmals für fünf Jahre, wer im Rathaus regiert. Außerdem dürfen ebenfalls zum ersten Mal auch 16- und 17-Jährige teilnehmen.

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erstellt am 01.Nov.2014 | 09:45 Uhr

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