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Bewerbung um Olympische Spiele 2024 : Hamburg soll Olympia nach Deutschland holen – das sind die Reaktionen

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Die Freude über den DOSB-Vorschlag ist groß in Hamburg. Der Bürgermeister spricht von einer „sehr, sehr großen Ehre“. Aus SH meldet sich Ministerpräsident Albig zu Wort. Und bei Twitter trendet der Hashtag #Olympia2024.

Hamburg/Kiel | Hamburg soll deutsche Bewerberstadt für die Olympischen Spiele 2024 werden. So lautet die Empfehlung des Präsidiums des Deutschen Olympischen Sportbundes für die Mitgliederversammlung am Samstag. Das sagt die Politik in Hamburg und SH zum Vorschlag:

Olaf Scholz (SPD), Bürgermeister von Hamburg

„Wir empfinden das als eine sehr, sehr große Ehre. Wir glauben, dass es für Hamburg und für Deutschland und für alle, die am Sport begeistert sind und vom Sport begeistert sind, eine große Sache werden wird. (...) Es wäre eine große Sache, wenn Deutschland zum ersten Mal nach den Spielen von 1972 wieder Olympische Spiele ausrichten dürfte. (...) Das Hamburger Konzept für Spiele an Alster und Elbe ist sehr kompakt, es ist transparent, und es ist bürgernah. Das entspricht den Anforderungen, die das IOC formuliert hat.“

Torsten Albig (SPD), Ministerpräsident Schleswig-Holsteins

„Wunderbar! Die Begeisterung hat gewonnen: Schleswig-Holstein freut sich genauso wie Hamburg über die Bestätigung der Hansestadt als Deutschlands Bewerberstadt der paralympischen und olympischen Sommerspiele 2024. Wir werden Hamburg unterstützen, wo wir können. Schleswig-Holstein und die gesamte Metropolregion würden von olympischen Sommerspielen in Hamburg profitieren. Mit Top-Wettkampfstätten für Handball in Kiel und Flensburg sowie Golf auf Gut Kaden und erstklassigen Segelrevieren in Kiel und Lübeck sei Schleswig-Holstein in einem nie da gewesenen Ausmaß mit im Olympia-Rennen. Auch das sei wichtig für ein schlüssiges Olympia-Gesamtkonzept gewesen, eine der Bedingungen des DOSB. "Wir werden diese Chance nutzen und mit Begeisterung und Augenmaß eng an Hamburgs Seite stehen.“

Katja Suding, Hamburgs FDP-Vorsitzende

„Ich freue mich riesig. (...) Klar ist aber auch, dass die Entscheidung des DOSB nur eine erste Etappe auf dem Weg hin zu einer erfolgreichen Bewerbung ist. Für die nächste Etappe, die geplante Volksbefragung, muss der Senat endlich die von einer breiten Mehrheit der Bürgerschaft geforderte, aber längst überfällige Machbarkeitsstudie vorlegen. Der Senat muss seiner Zusage jetzt schnellstmöglich nachgekommen. Denn vor der Volksbefragung müssen Transparenz und Klarheit über die Auswirkungen und die Finanzierung der Spiele hergestellt sein.“

Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher der Hamburger Linken-Fraktion

„Wir werden weiter daran arbeiten, dass dieses irrwitzige Großprojekt nicht zustande kommt. Der Senat hat bisher mit allen Tricks versucht, Tatsachen über die Folgen einer Bewerbung zu verschleiern.“

Katharina Fegebank, Hamburger Grünen-Chefin

„Wir Grüne wollen konstruktiv dafür sorgen, dass Hamburg (...) eine Bewerbung für nachhaltige, grüne, bezahlbare und demokratische Spiele abgibt, die auf der Weltbühne überzeugt und begeistert.“

Reinhard Meyer (SPD), Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister

„Ein echter Gewinn für den gesamten Norden - und das nicht nur in sportlicher Hinsicht mit den beiden Handball-Hochburgen Flensburg und Kiel oder den Segler-Städten Lübeck und Kiel. Ich verspreche mir vor allem Rückenwind für die wichtigen Infrastruktur-Großprojekte wie die geplante S4 oder die S21 in der Metropolregion Hamburg sowie für den dringend nötigen Weiterbau der A20 bis zum Beginn der Spiele.“

Michael Müller, Berlins Regierender Bürgermeister

„Mit Berlin als weltweit beliebte und weltoffene Metropole hätte eine deutsche Bewerbung für die Spiele in 2024 oder 2028 international hervorragende Aussichten gehabt. Ich danke  Hamburg für den spannenden, fairen und sportlichen innerdeutschen Wettbewerb.“

Auch bei Twitter ist der DOSB-Vorschlag Riesenthema - am Montagabend trenden vor allem die Hashtags #Olympia2024 und #Hamburg2024:

Aber nicht alle sind begeistert, einige haben Zweifel:

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erstellt am 16.Mär.2015 | 20:03 Uhr

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