Rücklaufende Zuzugszahlen : Hamburg schließt Flüchtlingsunterkünfte

Die Unterkunft für Geflüchtete an der Schnackenburgallee, neben der A7.

Die Unterkunft für Geflüchtete an der Schnackenburgallee, neben der A7.

Die einst größte Erstaufnahmeeinrichtung der Stadt wird geschlossen. Im August kamen 765 Asylbewerber nach Hamburg.

shz.de von
04. September 2018, 12:46 Uhr

Hamburg | Angesichts weitgehend konstanter Flüchtlingszahlen hat Hamburg die einst größte Erstaufnahmeeinrichtung der Stadt an der Schnackenburgallee geschlossen. Die Containersiedlung war im Herbst 2012 mit 600 Plätzen eröffnet worden.

Zeitweise lebten an dem Standort zwischen Altonaer Volkspark und A7 rund 2000 Menschen, teilweise auch in Zelten. Das Gelände werde nun zum Teil für die Baustelle der Überdeckelung der Autobahn benötigt, teilte der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge am Dienstag weiter mit.

Hamburg hat zudem die Mitnutzung der mecklenburgischen Aufnahmeeinrichtung in Nostorf/Horst zum 30. September gekündigt. Grund sind nach Angaben der Ausländerbehörde auch dafür die rückläufigen Zugangszahlen von Asylbewerbern. Ende Juli hatte Hamburg in dem Ort bei Boizenburg/Elbe noch 130 Menschen untergebracht.

Im August kamen 765 Asylbewerber nach Hamburg. 383 wurden nach dem bundesweiten Verteilschlüssel der Hansestadt zugewiesen. 243 von ihnen musste die Stadt unterbringen. Im laufenden Jahr wurden bislang 1974 Flüchtlinge neu in Unterkünfte aufgenommen. Im Vorjahreszeitraum waren es 2154.

Hamburg verfügt noch über neun Erstaufnahmen und ein Ankunftszentrum. Nach spätestens einem halben Jahr sollen Asylbewerber in Folgeunterkünfte umziehen. Von diesen Einrichtungen hatte Hamburg Ende August 131 mit 33.810 Plätzen.

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