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Umstrittene Regelung : Hamburg schafft Optionspflicht für Ausländer ab

vom

In Deutschland geborene Kinder von Ausländern müssen sich bisher im Alter von 18 bis 23 Jahren für eine Staatsangehörigkeit entscheiden, sonst geht die Deutsche Staatsbürgerschaft verloren. Hamburg macht jetzt Schluss mit dieser Regelung.

shz.de von
erstellt am 06.Dez.2013 | 17:43 Uhr

Kinder ausländischer Eltern, die in Deutschland geboren sind, müssen sich in Hamburg künftig nicht mehr bis zum 23. Geburtstag zwischen dem deutschen Pass und dem ihrer Eltern entscheiden. Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD) sagte am Freitag der Nachrichtenagentur dpa: „Ab sofort wird niemandem mehr die Staatsbürgerschaft aberkannt.“ Trotz bislang fehlender gesetzlicher Grundlagen schafft Hamburg damit die sogenannte Optionspflicht für in Deutschland geborene Ausländer de facto ab. Davon betroffen sind überwiegend junge Menschen mit türkischen Wurzeln.

Gleichzeitig forderte Neumann Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) auf, umgehend einen Gesetzentwurf vorzulegen und entsprechende Vereinbarungen im schwarz-roten Koalitionsvertrag umzusetzen. Union und SPD hatten sich darauf verständigt, die Optionspflicht abzuschaffen. Eine generelle Zulassung doppelter Staatsbürgerschaften - wie von der SPD gefordert - etwa für die im Ausland geborene Eltern- und Großeltern-Generation ist aber nicht vorgesehen.

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