Spektakulärer Fall für die Polizei : Hamburg-Sasel: Zwei Autofahrer, ein Stinkefinger und eine Fahrt auf der Motorhaube

Ein filmreifer Streit zwischen zwei Männern sorgt für einen Einsatz von Polizei und Rettungsdienst.

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14. Februar 2018, 14:34 Uhr

Hamburg | In Hamburg-Sasel ist es am Dienstag zu einem kuriosen Streit zwischen zwei Autofahrern gekommen, wobei ein 39-Jähriger verletzt wurde. Wie die Polizei mitteilt, war der 39-Jährige mit seinem Lastwagen auf der Saseler Chaussee unterwegs. An einer Baustelle musste er den Fahrstreifen wechseln. Laut Polizeibericht fühlte sich ein dahinter fahrender 32-Jähriger in seinem Mercedes offenbar „in seiner Reisegeschwindigkeit derart gebremst“, dass er beim späteren Überholen des Lkw dem 39-Jährigen den Stinkefinger zeigte.

An der nächsten roten Ampel stieg der Fahrer des Lastwagens dann aus, um den 32-Jährigen zur Rede zu stellen. Er klopfte an die Scheibe des Mercedes. Der Fahrer reagierte nicht, weshalb sich der 39-Jährige vor den Wagen stellte, um Blickkontakt herzustellen.

Als die Ampel auf Grün umsprang, gab der 32-Jährige Gas. Dabei wurde der Lkw-Fahrer auf die Motorhaube aufgeladen und hielt sich daran fest, bis der Mercedesfahrer nach 200 Metern stoppte. Der 39-Jährige stieg von der Motorhaube ab und begab sich erneut zur Fahrerseite, um das Gespräch zu suchen. Daraufhin beschleunigte der 32-Jährige erneut und fuhr dem Geschädigten dabei gegen das Bein. Anschließend stoppte der Mann sein Fahrzeug, legte den Rückwärtsgang ein, und fuhr über den Fuß des 39-Jährigen.

In der Zwischenzeit trafen Polizisten ein und stellten bei der Überprüfung des 32-Jährigen Ausfallerscheinungen fest, die auf einen zeitnahen Konsum von Betäubungsmitteln hinwiesen. Es wurde eine Blutprobenentnahme angeordnet und sein Führerschein sichergestellt.

Der 39-Jährige wurde bei dem Zusammenstoß mit dem Mercedes leicht verletzt und musste vor Ort durch Rettungssanitäter versorgt werden. Die Beamten trafen am Einsatzort ebenfalls auf den Beifahrer des Lkw. Dieser beobachtete den Vorfall und hatte mit dem Lkw die Verfolgung aufgenommen. Blöd allerdings: Er hatte keinen Führerschein. Hinzu kam, dass der Lastwagen seit einem Jahr keinen TÜV mehr hatte und die Ladung – Teile eines Baugerüsts – nicht ordentlich gesichert waren.

Die Beamten notierten die diversen Verstöße, für die sich die Beteiligten zu verantworten haben.

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