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Flüchtlingskrise in SH und HH : Hamburg rechnet mit weniger Flüchtlingen 2016

vom

Der Hamburger Flüchtlingskoordinator geht davon aus, dass keine 40.000 zusätzlichen Plätze für die Unterbringung von Flüchtlingen nötig sein werden.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2016 | 11:35 Uhr

Hamburg | Nach dem deutlichen Rückgang bei der Zahl neu ankommender Flüchtlinge in Hamburg reduziert der rot-grüne Senat seine Prognosen für die Unterbringung. „Im Januar und Februar wurden uns rund 2000 Flüchtlinge zugewiesen, im März und April waren es deutlich weniger“, sagte Hamburgs Flüchtlingskoordinator Anselm Sprandel im „Hamburger Abendblatt“.

Hamburg hatte große Probleme mit der Unterbringung von Flüchtlingen. Gegen geplante Einrichtungen regte sich Protest in der Bevölkerung wie in Blankenese oder Harvestehude. Schleswig-Holstein bot seine Hilfe an.

Es sei unwahrscheinlich, dass wie bislang angenommen bis Jahresende 40.000 zusätzliche Plätze für die Unterbringung von Flüchtlingen nötig sein werden. „Deshalb überarbeiten wir die Prognose.“ „Es kommen nicht mehr 500 Flüchtlinge am Tag, sondern 50“, sagte Sprandel. In den vergangenen Tagen seien es noch weniger gewesen.

„Allerdings wissen wir nicht, wie lange diese Ruhe anhält“, warnte der Flüchtlingskoordinator. Die Fluchtursachen bestünden ja nach wie vor, und im Herbst vergangenen Jahres habe sich gezeigt, wie schnell die Zahl der Flüchtlinge steigen könne. „Wir wollen auf so eine Situation gut eingestellt sein.“ Deshalb seien auch nach wie vor neue Einrichtungen für Flüchtlinge notwendig, „aber nicht so viele wie geplant“.

Derzeit würden die noch in Baumärkten lebenden Flüchtlinge verlegt und auch die Zelte reduziert. „Vorrangig nutzen wir jetzt Standorte in Vierteln, wo keine oder weniger Flüchtlinge untergebracht sind.“ Quartiere, in denen bereits viele Flüchtlinge leben, blieben derzeit außen vor.

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