An der Kennedy-Brücke : Hamburg räumt Obdachlosen-Camps in Grünanlagen

Zelte für Obdachlose unter der Kennedybrücke: Hier übernachten die Menschen - auch bei minus 14 Grad. /Archiv
Zelte für Obdachlose unter der Kennedybrücke: Hier übernachten die Menschen - auch bei minus 14 Grad. /Archiv

Dem Bezirksamt wurden es zu viele Zelte und die Beschwerden von Passanten häuften sich.

shz.de von
17. Oktober 2017, 13:41 Uhr

Hamburg | Das Bezirksamt Mitte hat ein Obdachlosen-Camp in einer Grünanlage an der Kennedy-Brücke räumen lassen. „In Grünanlagen ist das Zelten grundsätzlich verboten“, sagte Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD) dem „Hamburger Abendblatt“ zu der Aktion vom Montag. „Es muss durchaus einen Rückzugsort für Obdachlose geben, aber in dem Moment, wo es zu viele werden, müssen wir etwas tun.“

Seit Jahren toleriere die Behörde die Zeltplätze unter der Brücke, ergänzte Behördensprecherin Sorina Weiland im „Hamburg Journal“ des NDR-Fernsehens. Sie berichtete, dass sieben Betroffene am Montag vom Grünstreifen aus mit unter die Kennedy-Brücke gezogen seien, wo sie bleiben können.

Die Stadtreinigung habe drei Zelte in Verwahrung genommen. Die Obdachlosen waren zuvor vom Bezirksamt schriftlich aufgefordert worden, ihre Plätze zu räumen. Nach Angaben der Bezirksamts-Sprecherin hat es auch Beschwerden von Passanten gegen das Camp in der Grünanlage gegeben. Außerdem sei es nach Stürmen dort nicht sicher. Nach einem Bericht des Hamburger Straßen-Magazins „Hinz&Kunzt“ wurden in zwei weiteren Hamburger Bezirken ebenfalls zwei Platten in Grünanlagen geräumt.

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