zur Navigation springen

Kreuzfahrtriese bei Blohm + Voss : Hamburg: „Queen Mary 2“ zum Lifting im Trockendock

vom

Schaulustige dürften am Freitag nicht weit sein, wenn das Kreuzfahrtschiff zum Aufhübschen in die Werft manövriert wird.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2016 | 13:33 Uhr

Hamburg | Das Kreuzfahrtschiff „Queen Mary 2“ soll am kommenden Freitag (27. Mai) bei der Hamburger Werft Blohm+Voss (B+V) eindocken und das größte „Refit-Programm“ seit seiner Inbetriebnahme 2004 erhalten. Das teilte die Werft am Montag mit. Die Cunard-Reederei lasse ihr Flaggschiff für einen zweistelligen Millionenbetrag modernisieren, kündigte das britische Unternehmen an. Das Manöver ins Trockendock „Elbe 17“ ist Maßarbeit: Die 345 Meter lange „Königin der Meere“ muss in das 360 Meter lange Dock gesteuert werden - für Schaulustige ein Spektakel.

Am 19. Juli 2004 lief die „Königin“ erstmals in Hamburg ein. Zeitweise wollten 500.000 Menschen das Ein- und Auslaufen des 345 Meter langen Ozeanriesen sehen. Zu den Cruise Days vom 11. bis zum 13. September 2015 konnte das Mega-Kreuzfahrtschiff nicht in die Hafen City kommen, um ihren Stammplatz einzunehmen. Der Grund war die zunehmende Verschlammung des Hafens. Ihr Tiefgang von 9,75 Metern wurde der „Queen Mary 2“ zum Verhängnis – sie musste nach Steinwerder ausweichen.

Die Schönheits- und Fitnesskur soll bis zum 17. Juni dauern, dann soll die „Queen“ ans Hamburger Kreuzfahrtterminal Steinwerder wechseln. Vier Tage später fährt sie mit ihren Passagieren über den Atlantik nach New York.

Zum sechsten Mal wird das Schiff nach Werftangaben im Trockendock gewartet. Dieses Mal stehe ein „Master Refit“ an, teilte die Werft mit. 50 Kabinen werden demnach ein- oder umgebaut, wofür bereits mehrere Stahldecksektionen mit einen Gesamtgewicht von rund 200 Tonnen vorgefertigt wurden. Jede Suite werde neu gestaltete Schlaf- und Wohnbereiche sowie neue Kunstwerke erhalten, ergänzte die Reederei. Renommierte Londoner Schiffsdesigner orientierten sich hierfür an der prächtigen Ausstattung der berühmten Ozean-Liner der 1920-er Jahre, teilte Cunard mit. Art-déco-Elemente ergänzen klare Design-Linien. Auch der Hotel-, Unterhaltungs- und Gastronomiebereich sollen modernisiert werden.

In puncto Umweltschutz soll das eingedockte Schiff „ein Upgrade“ erfahren. Vier neue Abgaswaschanlagen (Scrubber) sowie Abgasfilter würden installiert. Desweiteren werden technische Systeme zur Manövrierfähigkeit und Navigation überholt. Blohm+Voss habe sich „eine gute internationale Reputation mit Aufträgen aus der Kreuzfahrtindustrie erarbeitet“, freut sich „B+V“-Chef Fred van Beers. 2015 seien zehn Kreuzfahrtschiffe überholt worden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen