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Fall der kleinen Rana : Hamburg: Politiker verlangen Aufklärung über Tod eines Flüchtlingsbabys

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Die zehn Monate alte Rana starb an Organversagen. Ursache könnte eine Unterversorgung in einer Hamburger Erstaufnahmeeinrichtung sein.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2016 | 07:53 Uhr

Hamburg | Die kleine Rana lebte in einer Hamburger Erstaufnahmerichtung. Anfang Februar starb das zehn Monate alte Flüchtlingsbaby aus Syrien im Universitätsklinikum Eppendorf - an Organversagen. Jetzt verlangen Politiker Aufklärung.

Ein Flüchtlingskind stirbt, eine Stadt schreit auf: Der Fall der kleinen Rana aus Syrien hat in Hamburg große Wellen geschlagen. Denn womöglich hätte ihr Tod verhindert werden können.

Drei Wochen nach dem Tod des syrischen Flüchtlingsbabys Rana in Hamburg befasst der Gesundheitsausschuss der Bürgerschaft mit dem tragischen Fall.

Das Baby war am 22. Januar erst ins Kinderkrankenhaus Altona und danach in das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) gebracht worden.

Dort starb das Kind am 3. Februar an multiplem Organversagen.

Die Eltern beklagten eine unzureichende Versorgung ihres Kindes in der Erstaufnahmeeinrichtung im Stadtteil Osdorf. Die Ärzte dort hätten eine Überweisung ins Krankenhaus abgelehnt.

Die Gesundheitsbehörde wies die Kritik zurück. Das Baby sei von November bis Jahresende 2015 sechsmal in der ärztlichen Sprechstunde der Unterkunft vorgestellt worden. Zudem sei es im November auch stationär im Altonaer Kinderkrankenhaus behandelt worden. Auch in den letzten beiden Wochen vor der Einlieferung ins Krankenhaus sei das Mädchen in der Einrichtung dreimal ärztlich untersucht worden.

Die Staatsanwaltschaft schließt weitere Ermittlungen nicht aus. Das Obduktionsergebnis liege vor. In dem Todesermittlungsverfahren solle nun Einsicht in die Krankenakten genommen werden. Erst danach könne entschieden werden, ob ein medizinisches Fachgutachten in Auftrag gegeben werde.

 

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