Zwischen Helgoland und Scharhörn : Hamburg kippt Hafenschlick in die Nordsee

Weil die Elbe wenig Wasser führt und Sedimente nicht abgrägt, wird gebaggert. Der Schlick wird südlich von Helgoland ins Meer geschüttet. Schleswig-Holstein bekommt zwei Euro je Kubikmeter.

shz.de von
21. Juli 2015, 06:36 Uhr

Hamburg/Kiel | Seit Montag hat der sommerliche Transport von Hamburger Hafenschlick aus der Elbe in die Nordsee begonnen. Das teilten die Hafenbehörde HPA und das Kieler Umweltministerium mit.

Die Hafenbehörde baggert die Zufahrtswege zu den Containerterminals im Sommer aus, weil die Elbe wenig Wasser führt und die Sedimente nicht abtransportiert. Das Baggergut ist wenig belastet und wird in der Nordsee bei Tonne E3 rund 25 Kilometer nordwestlich von Scharhörn ins Meer gekippt.

Im Rahmen einer Vereinbarung dürfen insgesamt 6,5 Millionen Kubikmeter Schlick zur Tonne E3 gebracht werden; davon sind 3,5 Millionen Kubikmeter verbraucht. In diesem Sommer sollen rund eine Million Kubikmeter dazukommen. Hamburg zahlt je Kubikmeter zwei Euro an Schleswig-Holstein, das mit dem Geld eine Stiftung zum Schutz des Wattenmeeres errichten will.

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