„Operation Gomorrha“ : Hamburg im Feuersturm: Gedenkveranstaltungen zum 75. Jahrestag

Das Foto vom Juli 1943 zeigt den Hamburger Stadtteil Eilbek kurz nach der Zerstörung im Juli 1943 mit der Schule in der Hasselbrookstraße zwischen den Trümmern. Mit der „Operation Gomorrha“ begannen in der Nacht zum 25. Juli 1943 die massiven englisch-amerikanischen Bombenangriffe auf die Hansestadt.

Das Foto vom Juli 1943 zeigt den Hamburger Stadtteil Eilbek kurz nach der Zerstörung im Juli 1943 mit der Schule in der Hasselbrookstraße zwischen den Trümmern. Mit der „Operation Gomorrha“ begannen in der Nacht zum 25. Juli 1943 die massiven englisch-amerikanischen Bombenangriffe auf die Hansestadt.

Vom 24. Juli bis 3. August 1943 war Hamburg das Ziel der schwersten Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs.

shz.de von
05. Juli 2018, 11:25 Uhr

Hamburg | Die größte Katastrophe in der Geschichte der Stadt Hamburg, der sogenannte Feuersturm, jährt sich in diesem Sommer zum 75. Mal. Vom 24. Juli bis 3. August 1943 war Hamburg Ziel der bis dahin schwersten Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs, genannt „Operation Gomorrha“. Britische und amerikanische Bomberverbände legten große Teile im Osten der Stadt in Schutt und Asche. Etwa 35.000 Menschen starben, Hunderttausende verloren ihr gesamtes Hab und Gut.

Der Förderkreis „Mahnmal St. Nikolai“ e.V. veranstaltet in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und der Hauptkirche St. Michaelis die Gedenkveranstaltung am Sonntag (22. Juli). Um 13 Uhr findet am Mahnmal St. Nikolai eine Kranzniederlegung statt. Um 14 Uhr beginnt die Gedenkstunde in der Hauptkirche St. Michaelis.

1946 in Hamburg: Kinder spielen zwischen Trümmern und Hausruinen.
dpa
1946 in Hamburg: Kinder spielen zwischen Trümmern und Hausruinen.
 

Unter anderem werden die evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs und Erzbischof Stefan Heße sowie Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) Ansprachen halten. Der Künstler Michael Batz liest „Neun Sätze nach Feuer“, die Kantorei St. Michaelis singt unter Leitung von Manuel Gera die von ihm vertonte Coventry-Litanei.

Im Mariendom im Stadtteil St. Georg, der wie ein Wunder stehen blieb, wird es am 27. Juli um 19.30 Uhr eine Gedenkveranstaltung geben. Dabei wird der Schauspieler Sebastian Dunkelberg Auszüge aus der Apokalypse lesen. Auch ein Zeitzeuge kommt zu Wort: Der emeritierte Dompropst Nestor Kuckhoff hat die Bombenangriffe als fünfjähriger Junge erlebt. Der Organist Hubertus Ebbesmeyer wird die biblischen und historischen Bilder des Abends musikalisch umsetzen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen