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Quartalszahlen : Hamburg: Hapag-Lloyd kann Verluste etwas eindämmen

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Die endlose Krise in der Schifffahrt hat die Reedereien viel Geld gekostet. Die Überkapazitäten sind nach wie vor vorhanden und drücken auf die Frachtraten. Aber vom Treibstoffpreis kommt Entlastung.

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2014 | 08:18 Uhr

Hamburg | Die Reederei Hapag-Lloyd veröffentlicht am Donnerstag ihre Geschäftszahlen für das dritte Quartal. Die Branche leidet bereits seit mehr als sechs Jahren unter Überkapazitäten und niedrigen Frachtraten. Deshalb erwirtschaften die meisten Linienreedereien seit langem kaum Gewinne. Hapag-Lloyd musste zum Halbjahr einen operativen Verlust von 74 Millionen Euro ausweisen, bei einem stabilen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro.

Im dritten Quartal haben allerdings die Frachtraten in der Schifffahrt zeitweise etwas angezogen und der Treibstoff ist deutlich günstiger geworden. Deshalb könnten die Neun-Monats-Zahlen für Hapag-Lloyd etwas besser ausfallen. Die Reederei hat seit Mitte des Jahres mit dem Niederländer Rolf Habben Jansen einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Der langjährige Chef Michael Behrendt soll demnächst in den Aufsichtsrat gewählt werden. Bis zum Jahresende soll auch die Fusion mit der Containersparte der chilenischen Reederei CSAV über die Bühne gehen, wenn bis dahin alle Kartellbehörden zugestimmt haben.

Bereits am Dienstag hatte die weltgrößte Containerschiffreederei Maersk ihre Zahlen vorgelegt und dabei mit einem relativ hohen Gewinn überrascht. Bis zum Ende des Jahres will der dänische Konzern mit Sitz in Kopenhagen in seiner Containersparte mehr als zwei Milliarden US-Dollar verdient haben.

Auch der Hamburger Hafenkonzern HHLA veröffentlicht am Donnerstag seine Quartalszahlen. Der Hafenumschlag hat sich relativ positiv entwickelt, doch auch unter den Häfen wächst der Konkurrenzdruck und damit werden die Spielräume für die Preise enger. Bei der HHLA konnten deshalb zuletzt die Gewinne nicht mit dem Umsatzwachstum Schritt halten.

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