Angst vor Afrikanischer Schweinepest : Hamburg gibt Wildschweine zum Abschuss frei

Die Afrikanische Schweinepest wird durch Wildschweine verbreitet.
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Die Afrikanische Schweinepest wird durch Wildschweine verbreitet.

Die Tiere sind in Teilen Hamburgs eine Plage. Um das Schweinepest-Risiko zu verringern, soll der Bestand reduziert werden.

shz.de von
10. Januar 2018, 11:01 Uhr

Hamburg | In einigen Hamburger Stadtteilen wie Harburg sind Wildschweine mittlerweile eine Plage, nun erleichtert die Hansestadt den Abschuss. Grund sei die Sorge vor einer Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest, sagte eine Sprecherin der Wirtschaftsbehörde. „Wir haben eine Anordnung zur Aufhebung der Schonzeiten erlassen. Die muss jetzt im Amtlichen Anzeiger veröffentlicht werden“, sagte die Sprecherin. Dies werde vermutlich am Freitag erfolgen. Ausnahmsweise dürften Jäger dabei auch Lampen verwenden, um die Wildschweine anzulocken. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hatte in seiner Bewertung zur Verringerung des Risikos einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest empfohlen, die Wildschweinbestände drastisch zu reduzieren. Die Gefahr einer Einschleppung nach Deutschland ist angesichts neuer Fälle in Polen und Tschechien weiterhin hoch. Der Erreger ist für den Menschen ungefährlich. Bei Schweinen verläuft die Erkrankung aber in fast allen Fällen tödlich. Es gibt keinen Impfstoff gegen die Seuche.

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