600 Teilnehmer bei Gegendemo : Hamburg: Demonstration gegen Flüchtlingsheime abgebrochen

Bei einer rechtsgerichteten Demo in Hamburg, die sich gegen Flüchtlingsheime richtete, sorgten 600 Gegendemonstranten für einen Abbruch.
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Bei einer rechtsgerichteten Demo in Hamburg, die sich gegen Flüchtlingsheime richtete, sorgten 600 Gegendemonstranten für einen Abbruch.

Im Hamburger Stadtteil Farmsen haben sich am Donnerstag rund 600 Menschen einer rechtsgerichteten Demonstration gegen Flüchtlingsheime entgegengestellt. Die Polizei konnte ein Aufeinandertreffen beider Gruppen verhindern

shz.de von
07. November 2014, 07:15 Uhr

Hamburg | In der Farmsener Flüchtlingsunterkunft in Hamburg leben an der August-Krogmann-Straße derzeit 346 Personen. 400 weitere Flüchtlinge sollen nach Plänen der Behörden dort zusätzlich untergebracht werden. Die Pläne stießen bei einigen Anwohnern auf wenig Verständnis, weshalb sich eine angemeldete Demo um den Veranstalter Andreas Schacht, ein Mitglied der rechtsradikalen Szene, gegen 17 Uhr auf den Weg machte. Die rund 50 Teilnehmer stießen zunächst auf etwa 100 Gegendemonstranten – schnell wurden es 600 Teilnehmer.

Als die Demo sich in Bewegung gesetzt hatte, besetzten die Gegendemonstranten eine Kreuzung am Berner Heerweg, um den Protestzug aufzuhalten. Beamte wurde mit Farbbeuteln beworfen, sagte die Polizei, die schon zu Beginn der Demonstration mit mehreren Hundertschaften vor Ort war, um beide Gruppen getrennt zu halten.

Die rechtsgerichtete Demo sollte vor dem SPD-Bürgerbüro enden, wo eine Diskussion mit Bezirkspolitikern stattfinden sollte. Denn zur selben Zeit sollte im Regionalausschuss über die Unterbringung der Flüchtlinge in Hamburg verhandelt werden. Die Demonstranten kamen allerdings durch die Blockaden nicht zu ihrem Ziel. Die Demo endete an der Kreuzung August-Krogmann-Straße/Neusurenland.

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