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Nach Raubüberfall auf Vater : Hamburg: Baby zwei Wochen nach Eisdrama gestorben

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Der 24-jährige war auf der Flucht vor zwei Räubern ins Eis eingebrochen. Seine Tochter hing in einem Tragetuch vor seiner Brust. Ärzte kämpften lange um das Überleben des drei Monate alten Kindes.

Hamburg | Zwei Wochen nach dem Einbrechen eines Babys mit seinem Vater in einen zugefrorenen Teich in Hamburg-Eißendorf ist das Mädchen gestorben. Ein Polizeisprecher bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht des „Hamburger Abendblatts“. Demnach starb das drei Monate alte Kind am Montagabend im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE). Zuvor hätten die Ärzte die Maschinen auf der Intensivstation abgestellt, hieß es von der Polizei.

Der 24 Jahre alte Vater hatte bei der Polizei angegeben, er sei von zwei Männern überfallen und mit einem Messer verletzt worden. Er sei vor ihnen auf das dünne Eis geflüchtet und mit dem Säugling in den Lohmühlenteich eingebrochen. Das Baby war wahrscheinlich minutenlang unter Wasser. Die Retter hatten es wiederbelebt. Der genaue Hergang des Geschehens ist noch nicht geklärt. „Das ist immer noch die Hauptthese der Ermittlungen“, sagte eine Sprecherin am Montag. Auch die Suche nach den beiden Räubern sei bislang erfolglos geblieben.

Zuletzt wurde im Park beim Teich ein Messer gefunden, sagte eine Polizeisprecherin. „Es ist aber noch völlig unklar, ob das die Tatwaffe ist.“ Sie bestätigte Ende Januar Medienberichte, wonach der Mann angegeben hat, bei dem Überfall seine Brille verloren zu haben. Darum habe er in der Dunkelheit nicht genau sehen können, wohin er lief. Die Brille sei allerdings bislang nicht gefunden worden.

Sie bestätigte, dass der Mann alleine in Hamburg lebt und die Frau mit dem Kind in Süddeutschland. Der 24-Jährige und die Frau seien aber ein Paar und hätten sich nicht etwa getrennt.

Bei den Tätern soll es sich um zwei etwa 30 Jahre alte Männer gehandelt haben. Einer von ihnen sei 170 bis 175 Zentimeter groß, habe dunkle Haare und trug eine dunkle Kapuzenjacke mit Fellbesatz. Sein ebenfalls dunkelhaariger Komplize war nach Angaben des 24-Jährigen etwa zehn Zentimeter größer.

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erstellt am 09.Feb.2016 | 13:59 Uhr

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