Erneuter Zeugenaufruf der Polizei : Hamburg: Auch nach einem Jahr keine heiße Spur in „Stückelmord“-Fall

<p>Polizisten hatten damals unter anderem den Elbstrand im Stadtteil Rissen nach Leichenteilen abgesucht.</p>

Polizisten hatten damals unter anderem den Elbstrand im Stadtteil Rissen nach Leichenteilen abgesucht.

Im August 2017 entdeckten Spaziergänger und Polizisten zwölf Körperteile in verschiedenen Gewässern, darunter auch einen Kopf.

shz.de von
26. Juli 2018, 20:01 Uhr

Hamburg  | Rund ein Jahr nach dem Fund der zerstückelten Leiche einer Prostituierten in Hamburg hat die Polizei noch keine heiße Spur. Am 1. August jährt sich das Verschwinden der 48-Jährigen. Um neue Hinweise zu dem Täter und den genauen Umständen des Mordes zu erhalten, haben die Ermittler einen neuen Zeugenaufruf gestartet, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Außerdem sollen verschiedene Orte, die im Zusammenhang mit der Tat stehen, erneut unter die Lupe genommen werden.

Im August vergangenen Jahres entdeckten Spaziergänger und Polizisten zwölf Körperteile in verschiedenen Gewässern der Stadt, darunter auch einen Kopf. Alle Leichenteile gehörten nach Erkenntnissen der Polizei zu der Frau aus Äquatorialguinea. Unter dem Namen „Rosa“ arbeitete sie im Stadtteil St. Georg gelegentlich als Prostituierte.

Zum letzten Mal wurde sie nach Polizeiangaben in Begleitung eines etwa 50 bis 55 Jahre alten Mannes auf dem Hansaplatz gesehen. Beide seien in Richtung Bremer Reihe gegangen, eine Straße, die zum Hauptbahnhof führt. Der Mann von kräftiger Statur soll blaue Oberbekleidung und eine Kopfbedeckung getragen haben. Außerdem soll er eine durchsichtige Plastiktüte bei sich gehabt haben, in der möglicherweise Videokassetten waren. Nach Polizeiangaben vom Donnerstag könnte auch ein heller Transporter für die Ermittlungen von Bedeutung sein. Er wurde von Zeugen in der Nähe der Fundorte gesehen.

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