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Nach Brand in Bunker : Hamburg: Anwohner und Brandermittler müssen noch warten

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Betreten verboten: Nach dem Feuer in der Billhorner Kanalstraße werden an einigen Stellen im Bunker noch 60 Grad gemessen.

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2015 | 20:08 Uhr

Hamburg | Auch drei Tage nach dem Feuer in einem Hamburger Hochbunker konnten die rund 400 Anwohner am Freitag immer noch nicht in ihre Wohnungen zurück. Ebenso warten der Baustatiker und die Brandermittler des Landeskriminalamtes weiterhin auf grünes Licht von der Umweltbehörde. Am Freitagmittag hat die Feuerwehr noch 38,3 Grad in dem fensterlosen Betonbunker gemessen, an einigen Stellen bis 60 Grad. Das Betreten sei derzeit nur mit Vollschutz und Atemluftflaschen möglich.

Am Dienstag war in dem Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg ein Feuer ausgebrochen. Kurz darauf kam es zu einer explosionsartigen Durchzündung von Rauchgas. 45 Menschen, darunter 15 Feuerwehrleute, wurden verletzt. In dem Bunker war eine Tischlerei, außerdem wurden dort etwa 73 Tonnen ätherische Öle gelagert.

Das gesamte Innere des Bunkers ist mit einer glitschigen, schwarzen Rußschicht bedeckt. Der Ruß sei zwar offenbar nicht giftig. Es sei aber vorläufig nicht abzusehen, wann der Bunker wieder freigegeben werden könne, hieß es in der Umweltbehörde.

Auch die Wohnungen in unmittelbarer Umgebung des Bunkers wurden von Experten kontrolliert. Erste Ergebnisse sollen am Montag vorliegen, sagte ein Sprecher der Frank-Gruppe, die die Wohnungen vermietet.

Dann müsse die Gesundheitsbehörde einer Rückkehr zustimmen. Die Frank-Gruppe habe in einem Hotel 100 Zimmer für die Anwohner angemietet.

 

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