800.000 Euro Schaden : Hamburg: 33-Jähriger nach mehrjähriger Betrugsserie verhaftet

Der Mann soll Verkäufer von hochwertigen Waren mit gefälschten Überweisungsbelegen um ihre Waren betrogen haben.

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07. September 2018, 14:14 Uhr

Hamburg | Die Polizei in Hamburg hat am Donnerstag einen 33-Jährigen festgenommen, der im Verdacht steht, zwischen 2009 und 2018 in rund 450 Fällen Betrugsstraftaten begangen und dabei geschätzte 800.000 Euro erbeutet zu haben. Das teilte sie am Freitag mit.

In den mehrjährigen Ermittlungen haben die Beamten des Betrugsdezernats (LKA 55) Fälle aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengefasst, für die der Mann verantwortlich sein soll. Der Tatverdächtige soll unter Verwendung falscher Personalien Kontakt zu Inserenten aufgenommen haben, die auf dem Portal einer Internet-Verkaufsplattform unter anderem hochwertige Armbanduhren, Smartphones und Schmuck zum Verkauf anboten. Dabei soll er Interesse suggeriert und den Inserenten anschließend gefälschte Überweisungsbelege zukommen lassen haben, um diese zu einem Versand der Ware zu veranlassen.

An den angegebenen Lieferanschriften wohnte der Tatverdächtige allerdings nicht. Er soll Klingelschilder und Briefkastenbeschriftungen manipuliert oder die Paketsendungen direkt auf der Straße vom Paketzusteller übernommen haben.

Nach den bisherigen Erkenntnissen hat der Tatverdächtige, der ohne festen Wohnsitz war, die erlangten Gegenstände zur Finanzierung seines Lebensunterhalts umgesetzt.

In enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hamburg ist es nun gelungen, für einen ersten Teil der Betrugsserie einen Haftbefehl gegen den 33-Jährigen zu erwirken. Die Ermittler haben ihn am Donnerstagmittag in einer Spielhalle in Hamburg-Stellingen verhaften können.

Die Ermittlungen des Betrugsdezernats dauern an. Es wird derzeit geprüft, ob dem 33-Jährigen weitere Taten zugeordnet werden können.

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