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Hausbesetzungs-Kongress : Hamburg: 1300 Menschen bei Demonstration

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Vor einigen Tagen hatte es bei einer Hausbesetzung in Hamburg eine gewalttätige Konfrontation zwischen Polizei und Aktivisten gegeben. Eine Demonstration der linken Szene verlief jetzt aber friedlich.

shz.de von
erstellt am 30.Aug.2014 | 18:56 Uhr

Hamburg | Knapp 1300 Menschen sind nach Polizeiangaben am Sonnabend in Hamburg zu einer Demonstration gegen hohe Mieten und eine profitorientierte Stadtentwicklung zusammengekommen. Die Protestler waren dem Aufruf eines linksalternativen Kongresses zu Gentrifizierung und Wohnraumpolitik, den sogenannten „Squatting Days“-Kongress, gefolgt (Squatting = englisches Wort für Besetzen).

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, weil sie Ausschreitungen befürchtet hatte. Unterstützt wurden die Hamburger Beamten von zusätzlichen Einsatzkräften aus Bremen und Schleswig-Holstein, wie ein Polizeisprecher sagte. An sensiblen Straßenpunkten - etwa der Zufahrtstraße zur Davidwache - waren Wasserwerfer angerückt. Zusammenstöße zwischen Polizisten und Demonstranten blieben laut Polizei zunächst aber aus. Hin und wieder zündeten Vermummte Feuerwerk oder Böller auf den Dächern von Gebäuden auf St. Pauli, dem Gängeviertel oder der Roten Flora. In Sprechchören und Redebeiträgen forderten die Teilnehmer einen Stopp der „Mietpreisspirale“ und der Vertreibung Alteingesessener und sozial Benachteiligter.  

In der Nacht zum Donnerstag war es in Hamburg bei einer Hausbesetzung zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Besetzern gekommen. Dabei wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch Feuerlöscher und Waschbecken auf Polizisten geworfen, 13 Beamte wurden leicht verletzt. Fünf Verdächtige wurden festgenommen, zwei sollten einem Haftrichter vorgeführt werden. Zu Beginn der Kundgebung forderte ein Sprecher der „Squatting Days“ ihre Freilassung und eine „Entkriminalisierung derjenigen, die Besetzungen unterstützen“.

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