zur Navigation springen

Neues Quartier in Hamburg : Hafencity: Der letzte Freiraum-Wettbewerb ist entschieden

vom

Sieger ist das Berliner Atelier Loidl. Bei der Umsetzung von Bauvorhaben soll der urbane Charakter hervorgehoben werden.

Auch das letzte große Prachtareal direkt an der Wasserkante ist verplant. In einem Freiraum-Wettbewerb der Hafencity ist nun entschieden, wie das östliche Ende des Renommierviertels realisiert werden soll. 30 Landschaftsarchitekten aus dem In- und Ausland waren beteiligt. Sieger ist das Berliner Atelier Loidl, das bereits die Freiräume für das benachbarte Quartier Baakenhafen entworfen hat. „Die Hafencity wird in ihrem östlichen Abschluss einen sehr großstädtischen Charakter mit bis zu 110 Meter, an der östlichen Spitze bis zu 200 Meter hohen Gebäuden haben“, sagte Jürgen Bruns-Berentelg, Geschäftsführer der Hafencity GmbH.

Es geht, ebenso wie bei den übrigen vier geplanten Teilstücken, um Wohnen, Arbeiten und das Quartier als Ausflugsziel. Bruns-Berentelg betonte wiederholt den urbanen Charakter der Hafencity, ein „Downtown amerikanischer Prägung“. Interessant, dass er in diesem Atemzug auch die benachbarten Stadtteile Veddel und Rothenburgsort – soziale Brennpunkte – erwähnte. Das In-Viertel Haffencity soll gerade den Hamburger Osten neben der City integrieren. Weiter sagte der Hafencity-Chef, man setze die Tradition Hamburger Grünentwicklung fort. Es ginge um den „Bedarf an Distanz und Nähe für das Individuum“. 

Der Siegerentwurf nun transformiere „die geziegelten Warftwände und Warftgeschosse zu großzügigen Freiraumelementen, die die gesamte Platzfläche räumlich gliedern“, sagte die Vorsitzende des Preisgerichts, Ulrike Böhm, selber Landschaftsarchitektin. Höhenunterschiede würden somit überwunden und unterschiedliche Aufenthaltsmöglichkeiten geboten. Die Elemente vermitteln gleichzeitig zwischen dem unteren Niveau am Wasser, der Platzfläche und den hohen Gebäuden. Das östlichste und zugleich größte Quartier umfasst 560.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche, 42.000 wurden de facto verplant, die Hälfte privat, die andere öffentlich. Es reicht bis zur S-Bahn-Trasse. An drei Seiten sind Wasserflächen: Elbe, Baakenhafen und Billehafen. 13.000 Arbeitsplätze sollen integriert werden, 1100 Wohneinheiten sind geplant.   

Bruns Berentelg sagte zum Siegerentwurf, es strahle „ein Gefühl von großzügiger Urbanität aus und wird dafür sorgen, dass sich Bewohner, Beschäftigte und Gäste an diesem Ort gleichermaßen wohlfühlen werden“. Eröffnung soll 2018 sein. Die Teilnehmer des Wettbewerbs hatten den Auftrag ein starkes räumliches Gravitationszentrum für die östliche Hafencity als großstädtisches Dienstleistungs-, Geschäfts- und Wohnviertel zu planen. Es ist neben dem Überseequartier das zweite urbane Zentrum der Hafencity. Die Bezüge zum benachbarten Quartier Baakenhafen waren hierbei wichtig, sowie die Gestaltung des Amerigo-Vespucci-Platzes.

Felix Schwarz, vom Sieger-Büro Loidl sagte, es ginge um ein „Hybrid zwischen Platz und Landschaft“. Loidl hat in Berlin bereits die einst riesige Brachfläche Gleisdreieck hin zum urbanen Hotspot geplant, dazu den Flughafen Tegel. Auch das neue Quartier solle „identitätsstiftend“ sein. Es werde viele Sitzflächen geben, vor allem mit Blick aufs Wasser.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Dez.2016 | 18:42 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen