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Urteil am Landgericht : Gut viereinhalb Jahre Haft für Säureangriff auf Ehefrau in Hamburger Jobcenter

vom

Er kam mit einem Anwaltschreiben und einem Glas Salzsäure: Jetzt muss der 56-Jährige ins Gefängnis.

Hamburg | Wegen eines Angriffs mit Salzsäure auf seine Ehefrau hat das Landgericht Hamburg am Montag einen 56-Jährigen zu vier Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt. Nach Überzeugung der Strafkammer hatte der Angeklagte am 7. November vergangenen Jahres die Frau an ihrem Arbeitsplatz in einem Jobcenter aufgesucht und ihr ein Schreiben ihres Anwalts vorgelegt. Während sie es las, habe der Deutsche ihr unvermittelt ein Honigglas gefüllt mit Salzsäure über Gesicht und Dekolleté geschüttet, sagte der Vorsitzende der Strafkammer. Dabei habe er ihr zugerufen: „Hier, damit du auch mal weißt, was Schmerzen sind.“

Die 46-Jährige hatte sich ein Dreivierteljahr zuvor von ihrem Mann getrennt. Sie erlitt schwere Verletzungen und musste zwei Tage in ein künstliches Koma versetzt werden, um ein Ersticken zu verhindern. Fast zwei Wochen lag sie auf der Intensivstation. Schwere Spätfolgen blieben dank der schnellen Hilfe ihrer Arbeitskollegen aus.

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erstellt am 19.Jun.2017 | 16:03 Uhr

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