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Flughafen-Helmut-Schmidt : Gratis-WLAN und Kofferautomaten: Das ändert sich am Hamburger Flughafen

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Noch mehr Passagiere sollen den Hamburger Flughafen nutzen. Für neue Landebahnen ist kein Platz, aber beim Service soll sich einiges tun.

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erstellt am 25.Jan.2016 | 13:16 Uhr

Hamburg | Der Platz ist knapp am Hamburger Flughafen. Denn wegen der citynahen Lage lässt sich das Areal in Fuhlsbüttel nicht erweitern. Dennoch will und wird Deutschlands fünftgrößter Flughafen weiter wachsen, von derzeit 15,6 Millionen auf bis zu 20 Millionen Passagiere jährlich in den 20er Jahren. Geschäftsführer Michael Eggenschwiler sagt: „Neue Start- und Landebahnen sind hier kein Thema. Unsere Kunst wird es sein, den vorhandenen Platz effizient zu nutzen.“ Geschehen soll dies mit einem vielteiligen Programm zum Ausbau der Kapazitäten und für einen verbesserten Service. Die wichtigsten Umbauten im Überblick:

Vorfeld 1

Von März 2016 bis 2020 wird das Hauptvorfeld (Vorfeld 1) grunderneuert. Ausgetauscht werden die Betonoberfläche, sämtliche Leitungen, Regenwasserkanäle und technische Einrichtungen. Eggenschwiler: „Wir verändern auch bestimmte Abstellplätze so, dass es zwei statt einer Rollgasse geben wird. Künftig kann eine Maschine dann rollen, während eine andere in der Gasse steht. Das bedeutet auch weniger Lärm am Boden.“ Zugleich werden zwei „Doppel-Fluggastbrücken“ zur flexiblen Abfertigung von zwei Großraum-Flugzeugen - wie dem A 380 - oder vier kleineren Flugzeugen gebaut; Gesamtinvestitionsvolumen: 120 Millionen Euro.

Neubau Betriebsgebäude

Ende 2016 beginnt der Bau eines neuen Behördenzentrums und eines neuen Gebäudes für die Bodenverkehrsdienste; Nutzung ab 2017/2018, Kosten: 30 bis 40 Millionen Euro.

WiWo-Gates (Walk-In-Walk-Out)

Anbau mit vier Gates mit jeweils einem Treppenhaus und einer Preboarding-Zone zur Verkürzung der Ein- und Ausstiegszeit; Kosten: rund 6,5 Millionen Euro, Fertigstellung: Spätsommer 2016.

WLAN

Ab dem 1. Januar 2017 soll WLAN am Airport Fuhlsbüttel komplett kostenlos und zeitlich unbegrenzt nutzbar sein; die WLAN-Infrastruktur wird zudem technisch optimiert, das Drahtlosnetz soll deutlich schneller werden.

Gepäckautomaten

Im Laufe des Jahres 2016 will der Flughafen in Terminal 1 zehn Gepäckautomaten („I-drop“) installieren, an denen Passagiere ihre Koffer selbst aufgeben können. Das Verfahren, das in einer Pilotphase von einzelnen Airlines schon erprobt wurde, steht dann Reisenden aller Fluglinien zur Verfügung. Vorteile für Passagiere: schnelle Gepäckaufgabe, die Koffer können auch schon früher abgegeben werden.

Wartebereiche
Umgestalte Wartebereiche im Hamburger Flughafen. Auf ähnliche Weise werden weitere in diesem Jahr weitere Gates umgestylt.

Umgestalte Wartebereiche im Hamburger Flughafen. Auf ähnliche Weise werden weitere in diesem Jahr weitere Gates umgestylt.

Foto:Hamburg Airport

 

Bis Mitte 2016 werden weitere Bereiche in der Pier Nord und bei den Gates A18/A19 umgestaltet – immer mit anderen Hamburg-Akzenten. So wie das „Upper Deck“ und am Gate A 17, ein Wartebereich zum Thema „Alster“ mit Liegestühlen, zahlreichen Steckdosen und USB-Anschlüssen, der seit vorigem Sommer zur Verfügung steht.

Frachtzentrum

Mit Verspätung soll das neue Hamburg Airport Cargo Center im zweiten Quartal 2016 eröffnen. Die Jahreskapazität steigt auf 150.000 Tonnen Luftfracht, Baukosten: rund 50 Millionen Euro.

 

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