Nachtclub in Hamburg St. Pauli : „Golden Pudel Club“: Der Streit zwischen Richter und Schamoni geht weiter

<p>Der Brand im „Golden Pudel Club“ hat schwere Schäden hinterlassen. Jetzt geht der Streit zwischen den Teilbesitzern des Hauses weiter. </p>

Der Brand im „Golden Pudel Club“ hat schwere Schäden hinterlassen. Jetzt geht der Streit zwischen den Teilbesitzern des Hauses weiter.

Nach dem Brand im Februar soll Teilbesitzer Wolf Richter wichtige Sanierungsarbeiten an dem Hamburger Nachtclub verhindern. Für Hinweise zum Brand hat eine Privatperson eine Belohnung ausgesetzt.

shz.de von
21. März 2016, 13:05 Uhr

Hamburg | Nach dem Brand im Hamburger „Golden Pudel Club“ spitzt sich der Streit zwischen den beiden Besitztern Wolf Richter und Rocko Schamoni weiter zu.

Die Welt berichtete, dass Richter durch seinen Anwalt verkünden ließ, der Mietvertrag sei nicht mehr rechtsgültig. Die durch den Brand entstandenen Schäden am Haus seien der Grund, dass ein „Anspruch auf Wiederherstellung der Mietsache“ nicht mehr bestehe. Eigentlich läuft der Mietvertrag für den Club noch bis 2029.    

Der Streit zwischen den Besitzern Richter und Schamoni, die sich das Haus 2008 gemeinsam gekauft hatten hält schon seit Längerem an. Sie können sich nicht darauf einigen wofür der Club genutzt werden soll. Zwei Monate bevor das Haus zwangsversteigert werden sollte, ging der Club am 14. Februar in Flammen auf. Die Ermittler gehen von vorsätzlicher Brandstiftung aus. 

Bereits kurz nach dem Brand im Februar wurde verkündetet, dass der Club innerhalb weniger Wochen saniert werden sollte. Jedoch werden wichtige Sanierungarbeiten jetzt durch Richter verhindert, indem er zum Beispiel einen Kostenvoranschlag einer Baufirma ignorierte.

Am Donnerstag wurde außerdem bekannt, dass eine Privatperson eine hohe Belohnung von 7500 Euro für Hinweise auf den Brandstifter ausgesetzt hat. Voraussetzung sei, dass die Hinweise bis zum 30. Juni eingehen und zur Ergreifung und rechtskräftigen Verurteilung des Täters führen. Zuvor wurde ein ghanaischer Flüchtling, der in einem Teil des Hauses wohnte, der Brandstiftung verdächtigt. Der Mann verlor bei dem Brand seine Papiere und wurde mittlerweile nach Italien abgeschoben, wo er sich um seine ghanaischen Papiere bemühe um nach Ghana zurückzukehren.

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