Jahresauftaktgespräche : Gewerkschaften verhandeln über neue Tarife für 300.000 Beschäftigte

<p>Die Vorsitzenden der Hamburger DGB-Gewerkschaften am Rande des Jahresauftaktgesprächs der DGB-Gewerkschaften in Hamburg.</p>

Die Vorsitzenden der Hamburger DGB-Gewerkschaften am Rande des Jahresauftaktgesprächs der DGB-Gewerkschaften in Hamburg.

Die Vertreter der Gewerkschaften wollen sich für kräftige Lohnzuwächse für Beschäftigte in Hamburg einsetzen.

shz.de von
16. Januar 2018, 17:16 Uhr

Hamburg | Für kräftige Lohnzuwächse in den Tarifrunden 2018 wollen sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Hamburg und seine Einzelgewerkschaften einsetzen. Für mehr als 300.000 Arbeitnehmer in der Hansestadt werden in diesem Jahr Tarifverträge neu verhandelt, wie der DGB und die Einzelgewerkschaften am Dienstag erläuterten. Die größten Tarifrunden laufen demnach in der Metall- und Elektroindustrie, im öffentlichen Dienst, im Bauhauptgewebe und in der Chemischen Industrie.

Verdi-Landesbezirksleiter Berthold Bose forderte für den öffentlichen Dienst, Beschäftigte, die unter anderem „unsere Straßen sauber halten oder die vielfältigen Aufgaben beim Zoll erledigen“, angemessen am wachsenden Wohlstand zu beteiligen. Für die Beschäftigten im boomenden Baugewerbe will sich die IG BAU für sechs Prozent mehr Entgelt und die Anrechnung der Wegezeit als Arbeitszeit einsetzen.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mahnte die Arbeitgeber angesichts eines beklagten Fachkräftemangels, statt Niedriglohn angemessenen Tariflohn zu zahlen.

Die Gewerkschaften wollen auch die Arbeitswelt von morgen mitgestalten. „Es geht bei der Arbeit der Zukunft darum, die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und nicht die Technik“, sagte Hamburgs DGB-Chefin Katja Karger. „Wir wehren uns dagegen, dass ausschließlich die Erwerbstätigkeit unseren Lebensrhythmus bestimmen soll.“

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