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Bildungsgewerkschaft : GEW ruft zu Warnstreik an Hamburger Schulen auf

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Die zweite Tarifrunde brachte keine Ergebnisse. Am Donnerstag findet nun ein ganztägiger Streik statt.

Hamburg | Die Bildungsgewerkschaft GEW ruft alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst am Donnerstag zu einem ganztägigen Warnstreik an Hamburger Schulen, Regionalen Berufsbildungszentren und anderen Bildungseinrichtungen auf. Das teilt die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung mit.

In der zweiten Verhandlungsrunde für die Länderbeschäftigten sei kein Angebot der Arbeitgeber vorgelegt worden. Die Verhandlungen seien unterbrochen. „Die Bilanz der Gespräche ist ernüchternd: Es gibt keine Ergebnisse, alle Fragen sind offen. Das ist, trotz der zugegebenermaßen komplexen Verhandlungssituation, eindeutig zu wenig“, sagte die Hamburger GEW-Vorsitzende Anja Bensinger-Stolze.

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen findet am 16./17. Februar in Potsdam statt. Verhandelt wird für rund eine Million im Beschäftigte öffentlichen Dienst der Länder. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.

Die Gewerkschaft fordert ein Paket mit einem Gesamtvolumen von sechs Prozent. „Für die Lehrerinnen und Lehrer sowie die pädagogischen Fachkräfte an Schulen hat eine Einführung der Entwicklungsstufe 6 in die Entgelttabelle des Tarifvertrags der Länder (TV-L) hohe Bedeutung. In dieser Tarifrunde wollen wir Anschluss an die Entwicklung der Gehälter der im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen Beschäftigten halten. Aktuell klafft zu den Länder-Beschäftigten eine Lücke von rund vier Prozent, die geschlossen werden muss“, unterstrich Bensinger-Stolze.

In den Entgeltgruppen 9 bis 15 der Tabelle des Tarifvertrags der Länder (TV-L) gibt es bisher nur fünf Erfahrungsstufen. In den Gruppen 1 bis 8 gibt es bereits sechs Stufen. Deshalb sollen jetzt auch für die höheren Entgeltgruppen die zusätzliche Erfahrungsstufe 6 eingeführt und weitere strukturelle Verbesserungen bei der Eingruppierung übernommen werden.

Um 9.30 Uhr wird der Streik mit einer Auftaktkundgebung an der U-Bahnstation Hamburger Straße begonnen. Eine Demo führt zur U-Bahnstation Mundsburg.

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erstellt am 01.Feb.2017 | 12:11 Uhr

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