Sabotage am Rettungswagen : Gelockerte Radmuttern: DRK bestellt Felgenschlösser

Feuerwehr und DRK reagieren, nachdem sich Unbekannte mehrfach an Radmuttern der Einsatzfahrzeuge zu schaffen gemacht haben.

shz.de von
30. Dezember 2016, 13:33 Uhr

Hamburg | Nach einem Unfall infolge gelockerter Radmuttern haben die Hamburger Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz ihre Sicherheitsbestimmungen verschärft. Es sei eine Art Tagesbefehl an alle Fahrer von Rettungsfahrzeugen ergangen, den Sitz der Radmuttern häufiger zu prüfen, sagte Feuerwehrsprecher Werner Nölken am Freitag.

Auch das DRK erteilte eine entsprechende Anweisung. Zudem seien Felgenschlösser bestellt worden, um derartige Manipulation künftig zu verhindern, sagte DRK-Kreisvorstand Harald Krüger.

Am Donnerstag hatte den Angaben zufolge ein Rettungswagen des DRK, der im Auftrag der Feuerwehr eine Patientin in die Lungenklinik Großhansdorf bei Hamburg bringen sollte, an der Hinterachse einen Zwillingsreifen verloren. Ein Rad habe ein anderes Auto getroffen, die 52 Jahre alte Fahrerin sei aber unverletzt geblieben.

<p>Der Rettungswagen blieb in Großhansdorf kurz vorm Ziel auf der Felge stehen.</p>
Peter Wüst

Der Rettungswagen blieb in Großhansdorf kurz vorm Ziel auf der Felge stehen.

 

In den vergangenen beiden Wochen habe es zwei ähnliche Vorfälle gegeben. Auch bundesweit seien mehrere Fälle dieser Art bekannt geworden, sagte Nölken. Eine technische Ursache schloss der Sprecher aus. Die Fahrzeuge würden regelmäßig in der Werkstatt gewartet.

Erst an Heiligabend hatte ein Fahrer der Kieler Feuerwehr festgestellt, dass an seinem Rettungswagen die Radmuttern des rechten Vorderrads gelockert waren. Die Hamburger Polizei hat noch keine weiteren Erkenntnisse. „Wir sind noch ganz am Anfang der Ermittlungen“, sagte ein Sprecher.

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