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Leipzig : Gegner der Elbvertiefung protestieren vor dem Gericht

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die klagenden Umweltverbände werden heute in Leipzig erwartet. Hamburg und der Bund lassen ihre Führungsriege zu Hause.

Leipzig | Wenn am heutigen Donnerstag in Leipzig das Urteil zur Elbvertiefung gesprochen wird, blickt der ganze Norden, der Rest der Republik und die weltweite Wirtschaft nach Leipzig. Die Teilnahme an der Urteilsverkündung im Gerichtssaal selbst sieht, mit Blick auf die beteiligten Parteien, recht unterschiedlich aus. Während die klagenden Umweltverbände heute mit ihren Spitzenvertretern in Leipzig erwartet werden, lassen Hamburg und der Bund ihre Führungsriege zu Hause.

Hamburgs Nabu-Vorsitzender Alexander Porschke erwartet kurz vor dem Urteil keine vollständige Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses durch das Gericht. „So etwas macht das Bundesverwaltungsgericht nur ganz selten." Er hofft aber, dass die Richter einige der Schwachstellen der Planungen heute monieren. „Wir werden sehen."

Kläger Alexander Porschke, Vorsitzender des Nabu Hamburg vor dem Gebäude des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig.

Kläger Alexander Porschke, Vorsitzender des Nabu Hamburg vor dem Gebäude des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig.

Foto: Markus Lorenz

Kurz vor dem Urteil haben Gegner der Elbvertiefung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Stellung bezogen. Obstbäuerin Evi Blohm aus Guderhandviertel (Landkreis Stade) hat Äpfel mitgebracht, um auf befürchtete Schäden für die Obstplantagen aufmerksam zu machen. Vertiefungsgegnerin Paula Klingemann sagt: „Wir sind optimistisch, dass das Gericht zumindest heftige Auflagen für das Projekt verhängt." Mitstreiter Axel Godenrath: „Wichtig ist, dass es nach so vielen Jahren heute endlich ein Urteil gibt."

Gegner der Elbvertiefung protestieren vor dem Gericht mit Äpfeln aus dem Alten Land gegen den Flussausbau. Von links: Axel Godenrath, Paula Klingemann, Evi Blohm.

Gegner der Elbvertiefung protestieren vor dem Gericht mit Äpfeln aus dem Alten Land gegen den Flussausbau. Von links: Axel Godenrath, Paula Klingemann, Evi Blohm.

Foto: Markus Lorenz
 

Die Verantwortlichen aus der Hansestadt dagegen glänzen in Leipzig mit Abwesenheit. Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch will sich um 12 Uhr in der Hansestadt zum Urteil äußern. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) befindet sich derzeit in Berlin. Dort wird er sich gegen 13.45 Uhr zu Wort melden.

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erstellt am 09.Feb.2017 | 09:52 Uhr

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