Begehrte Trauben : Gegen Langfinger: So schützt Hamburgs Bürgerschaft ihren Weinberg

<p>Die Weinlese von den 100 Stöcken findet auch dieses Jahr wieder in der zweiten Septemberwoche statt. Blaue Netze schützen die Früchte.</p>

Die Weinlese von den 100 Stöcken findet auch dieses Jahr wieder in der zweiten Septemberwoche statt. Blaue Netze schützen die Früchte.

2018 könnte ein edler Tropfen werden. Doch die Traube weckt schon vor der Lese Begehrlichkeiten.

shz.de von
20. August 2018, 07:12 Uhr

Die Hamburger Bürgerschaft hat ihren Weinberg am Stintfang mit Netzen geschützt – vor Vögeln und vor menschlichen Dieben. „Dieses Jahr sieht der Wein sehr gut aus“, sagt Marcus Pawelczyk, Sprecher der Bürgerschaftspräsidentin. Auch der Winzer Fritz Currle sei mit der bisherigen Qualität der Trauben zufrieden. Genau könne man das aber erst in einigen Wochen sagen, so Pawelczyk.

In den vergangenen Jahren waren immer wieder Trauben gestohlen worden. 2010 fiel die Ernte deswegen sogar aus. Um das zu vermeiden, wurden Ende Juli Netze über die Rebstöcke gelegt.

Die Weinlese findet in diesem Jahr wieder in der zweiten Septemberwoche statt – gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern und der Präsidentin der Bürgerschaft, Carola Veit. Sie ist die Hausherrin des Weinbergs, der einer der nördlichsten und niedrigsten Deutschlands ist. 1995 wurde er mit 50 Rebstöcken angelegt. Sie waren ein Geschenk des „Stuttgarter Weindorfes“ an die Hamburger Bürgerschaft. Darum werden die Trauben auch in Stuttgart-Uhlbach gepresst. Inzwischen hat der Weinberg 100 Stöcke mit den Sorten Regent (rote Trauben) und Phönix (weiß).

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen