Evakuierung in Hamburg : Gefährliche Bombe entschärft, Sperrungen aufgehoben

Der Kampfmittelräumdienst entschärfte die Bombe im Stadtteil Eppendorf.
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Der Kampfmittelräumdienst entschärfte die Bombe im Stadtteil Eppendorf.

Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sind immer gefährlich. In Hamburg beschädigten Bauarbeiter auch noch den Zünder.

shz.de von
28. Januar 2016, 20:11 Uhr

Hamburg | Der Kampfmittelräumdienst der Hamburger Feuerwehr hat am Donnerstagabend einen hochgefährlichen Blindgänger entschärft. Zuvor mussten rund 6000 Anwohner das Sperrgebiet verlassen. Auch der Luftraum über Hamburg wurde vorsorglich gesperrt, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.

Der Zünder sei mit einem Hochdruck-Wasserschneidgerät herausgefräst und der Detonator gesprengt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. „Jetzt ist wieder alles sicher.“

Die Sperrmaßnahmen könnten aufgehoben werden. Nach Angaben der Polizei war ein Absperrradius von 300 Metern um den Fundort in der Geschwister-Scholl-Straße festgelegt worden. Der Warnradius, in dem die Menschen nicht die Häuser verlassen mussten, betrug 500 Meter. Das Universitätsklinikum Eppendorf lag am Rande des Gebiets, sagte der Feuerwehrsprecher. Das Klinikgelände ragte nur etwa fünf Meter in den Warnradius. Sogar der Flugbetrieb am Hamburger Airport wurde zeitweise unterbrochen, sagte Flughafensprecherin Katja Bromm.

Die 250-Kilo-Bombe hatte einen Langzeit-Säurezünder. Dieser war bei Bauarbeiten bereits ausgelöst worden, was die Entschärfung besonders riskant machte.

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