G20-Krawalle in Hamburg : Zahl der verletzten Polizisten geringer als angenommen

Völlig erledigt: Polizisten ruhen sich am Rande der Demonstration „Grenzenlose Solidarität statt G20“ aus.
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Völlig erledigt: Polizisten ruhen sich am Rande der Demonstration „Grenzenlose Solidarität statt G20“ aus.

In der „heißen Phase“ seien 231 Beamte verletzt worden. Zuvor war von 476 Verletzten die Rede.

shz.de von
14. Juli 2017, 18:06 Uhr

Hamburg | Während des G20-Gipfels in Hamburg sind deutlich weniger Polizisten verletzt worden, als zunächst angenommen. Die bislang genannte Zahl von 476 verletzten Beamten beziehe sich auf den erweiterten Einsatzzeitraum vom 22. Juni bis 10. Juli, sagte Polizeisprecher Holger Vehren am Freitag.

In der „heißen“ Einsatzphase - die am Tag vor dem Gipfel am 7. und 8. Juli begann und einen Tag danach endete - seien 231 Beamte verletzt gemeldet worden, teilte das bayerische Innenministerium auf Anfrage mit. Es berief sich dabei auf Angaben der Einsatzleitung der Hamburger Polizei. Zuvor hatte „Buzzfeed“ über die Zahlen berichtet und sich dabei auf eine Umfrage bei den Polizeien der Länder, der Bundespolizei sowie einzelnen Länder-Innenministerien berufen.

Polizeisprecher Vehren erklärte, in der Verletztenstatistik enthalten seien auch einsatzbedingte Ausfälle wie Dehydration, Kreislaufprobleme und weitere Erkrankungen. Auch die hohen Temperaturen während des Einsatzes hätten den Beamten zugesetzt und für Ausfälle gesorgt, die sich in der Statistik niedergeschlagen hätten.

„Buzzfeed“ zufolge waren von den 476 verletzten Beamten 455 am Tag nach der Verletztenmeldung wieder einsetzbar. Diese Zahl bestätigte die Hamburger Polizei am Freitag nicht. Die Auswertung des größten Polizeieinsatzes in der Geschichte der Hansestadt sei noch nicht abgeschlossen.

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