Hamburg : Staatsanwaltschaft erhebt erste Anklage gegen G20-Gewalttäter

Gewalttätige Ausschreitungen beim G20-Gipfel im Hamburger Schanzenviertel.
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Gewalttätige Ausschreitungen beim G20-Gipfel im Hamburger Schanzenviertel.

Angeklagt ist ein Pole. Er muss sich wegen Verstößen gegen das Waffen-, Sprengstoff- und Versammlungsgesetz verantworten.

shz.de von
08. August 2017, 12:02 Uhr

Hamburg | Gut einen Monat nach den Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel in Hamburg hat die Staatsanwaltschaft die erste Anklage gegen einen mutmaßlichen Gewalttäter erhoben. Der Prozess gegen den aus Polen stammenden Mann soll am 29. August beginnen, wie Oberstaatsanwalt Carsten Rinio am Dienstag sagte. Der Mann müsse sich wegen Verstößen gegen das Waffen-, Sprengstoff- und Versammlungsgesetz vor dem Amtsgericht verantworten. Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ darüber berichtet.

Neben dem 24 Jahre alten Polen sitzen noch weitere Tatverdächtige aus dem Ausland in Untersuchungshaft, nähere Angaben konnte Rinio zunächst nicht machen. Kurz nach den Krawallen hatten neben Deutschen auch Bürger aus Frankreich, Italien, Spanien, Russland, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich in Untersuchungshaft gesessen.

Der Tatverdächtige wurde nach Rinios Angaben am 8. Juli von Polizisten in der Hamburger Neustadt aufgegriffen. Die Beamten hätten unter anderem Feuerwerkskörper, ein Sprühgerät für Reizgas, und mögliche Munition für eine Zwille sichergestellt.

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