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Hamburg nach G20 : Rote Flora: Debatte über Schließung ist Ablenkungsmanöver

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Die Eskalationen der Polizei sollen vergessen gemacht werden, heißt es aus der Flora. Die Debatte überrasche nicht.

shz.de von
erstellt am 11.Jul.2017 | 16:28 Uhr

Hamburg | Aktivisten der Roten Flora im Hamburger Schanzenviertel halten die Forderungen nach Schließung des linksautonomen Kulturzentrums für ein Ablenkungsmanöver von den eigentlichen Ursachen der Krawalle während des G20-Gipfels. „Es ist offensichtlich, dass durch die Debatte all die Eskalationen der Polizei und Grundrechtsverletzungen vergessen gemacht werden sollen und vor allem die regierende SPD von ihrem eigenen politischen Versagen ablenken will“, sagte Flora-Sprecher Andreas Blechschmidt am Dienstag. Es überrasche überhaupt nicht, dass die Existenz der Flora nun wieder in Frage gestellt werde.

Nach den Krawallen beim G20-Gipfel gerät auch die Rote Flora in den Fokus. Dort unterstütze man gewaltbereite Linksextremisten, heißt es in Vorwürfen. Auch einige der ausgearteten Anti-G20-Demonstrationen am Wochenende waren von Flora-Aktivisten angemeldet worden. Zudem gewährte man Gewaltbereiten dort wohl Unterschlupf.

 

„Wir haben nie geglaubt, dass die Flora mit dem Kauf durch die Stadt langfristig gesichert werden sollte.“ Die Autonomen der Flora werden als Organisatoren der von der Polizei gewaltsam aufgelösten „Welcome to Hell“-Demonstration für die Krawalle mitverantwortlich gemacht. Wie die Rote Flora mit den Ausschreitungen während des G20-Gipfels umgehen wird, werde am Abend im Plenum diskutiert, sagte Blechschmidt. Er betonte jedoch: „Wir haben eine klare politische Haltung. Deshalb distanzieren wir uns auch nicht von den Protesten gegen den G20-Gipfel an sich.“

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