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G20-Gipfel in Hamburg : Polizei schickt Kommunikationsteams auf die Straße

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Schon Tausende Anfragen rund um den G20-Gipfel sind bei der Polizei eingetroffen. Auch zu Hochzeiten.

shz.de von
erstellt am 07.Jun.2017 | 17:05 Uhr

Hamburg | Zum G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg plant die Polizei einen Großeinsatz ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Bis zu 300 Beamte aus Hamburg und anderen Bundesländern sollen Medien und Bürger informieren, sagte Polizeisprecher Timo Zill am Mittwoch. Allein 200 Beamte mit blauen Westen seien in den betroffenen Stadtteilen unterwegs, um mit den Bürgern direkt zu sprechen. Der Einsatz dieser Kommunikationsteams habe bereits am Dienstag begonnen, sagte Zill.

Zum G20-Gipfel werden rund 15.000 Polizisten in Hamburg für Sicherheit sorgen. Gegen das Treffen sind mehrere große Demonstrationen angekündigt, zu denen Zehntausende Teilnehmer erwartet werden. Es wird mit Ausschreitungen aus dem autonomen Lager gerechnet.

Besondere Schwerpunkte des Einsatzes seien das Schanzen- und Karolinenviertel sowie das Gebiet rund um die Elbphilharmonie, also jeweils Stadtteile, die an die geplanten Sicherheitszonen angrenzen.

Die Bevölkerung werde zudem über soziale Medien informiert, vor allem über Twitter. Beim Bürgerinformationstelefon seien seit Anfang April schon mehr als 1000 Anrufe eingegangen. Die Anrufer hätten vor allem nach den geplanten Sicherheitszonen, der allgemeinen Verkehrslage und nach Beeinträchtigungen für den Nahverkehr gefragt. Zill betonte, dass das normale Leben während des Gipfeltreffens am 7. und 8. Juli weitergehen solle. Selbst die wenigen in den Sicherheitszonen wohnenden Hamburger könnten Besuch empfangen oder Kindergeburtstage feiern. Bei der Fahrt in die Innenstadt sollte man allerdings am besten auf das Auto verzichten und mit U- oder S-Bahn fahren. Die Kolonnenfahrten der 35 G20-Delegationen werden den Straßenverkehr ab dem 5. Juli behindern.

Besorgte Bräute

Eine Reihe von Anfragen sei auch von Bräuten zum 7.7.2017 gekommen. Sie hätten am Bürgertelefon gefragt, ob sie an diesem Termin in Hamburg heiraten könnten. Die Beamten hätten geantwortet: „Wenn Sie sich persönlich sicher sind, dass es so das Richtige ist, was Sie da vorhaben - aus polizeilicher Sicht haben Sie den Segen dazu, machen Sie's!“ Von Bräutigamen käme eher die Frage, ob man seinen Junggesellenabschied feiern könne.

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