zur Navigation springen

G20-Gipfel in Hamburg : Polizei: Es gibt keinen Grund für Ladenschließungen

vom

Die hiesigen Geschäftsleute machen sich ihre Gedanken zum G20-Treffen – und erhalten erste Infos.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2017 | 14:22 Uhr

Hamburg | Vertreter der Hamburger Polizei und des Senats haben Hamburger Einzelhändler, Kaufleute und Gewerbetreibende auf den G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in der Hansestadt eingestimmt. „Wir müssen mit einer deutlich schärferen Demonstrationslage als beim OSZE-Ministerrat rechnen“, sagte Polizei-Einsatzleiter Enno Treumann am Freitag vor rund 200 Geschäftsleuten. Die Demo-Routen stünden allerdings noch nicht fest. „Eine Empfehlung, Geschäfte zu schließen, sprechen wir ausdrücklich nicht aus.“ Hierfür gebe es derzeit keinen Grund. 

Geschäftsleute befürchten einige Umsatzausfälle, weil ausgerechnet die starken Einkaufstage Freitag und Samstag vom Gipfeltreffen belegt seien. Allerdings: Für Erlöseinbußen oder andere Schadenersatzforderungen werde es keinen Sondertopf geben, machte Irina Soeffky, Leiterin des G20-Stabs der Senatskanzlei, deutlich.

Rund um den zentralen Tagungsort Messehallen hat die Polizei zwei Sicherheitszonen eingerichtet. Der Geschäftsbetrieb sei dort mit geringen Einschränkungen möglich, versicherte Treumann. An 14 Einlassstellen würden Zugangsberechtigte kontrolliert. Neben dem Personalausweis zur Legitimation könne ein Beschäftigungsnachweis („Stempel“) des Arbeitgebers hilfreich sein. Nicht bei der Polizei vorab angemeldete Fahrzeuge dürften beim Gipfel in den Zonen nicht geparkt werden, in einem Parkhaus werden Ersatzstellplätze angeboten. Mit etlichen Geschäftsleuten in dem betroffenen Gebiet seien die Beamten bereits in Gesprächen, zum Beispiel über die Nutzung der Außengastronomie.

Beim Gipfel werden den Polizei-Angaben zufolge rund 15.000 Beamte im Einsatz sein. Nach Treumanns Worten wird mit mehreren tausend gewaltbereiten Demonstranten gerechnet, jedoch sei das Ausmaß möglicher Ausschreitungen derzeit nicht abzuschätzen. Das Gros werde friedlich demonstieren, ergänzte der Polizeidirektor. „Sie werden die Polizeipräsenz im Innenstadtbereich deutlich wahrnehmen“, versicherte er den Geschäftsleuten. Der Polizeivertreter appellierte an die in der Stadt Beschäftigen, an den Gipfeltagen den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. „Was man prognostizieren kann, sind Verkehrsbeeinträchtigungen“, ergänzte Treumann - und verwies auf Kolonnen-Fahrten der an- und abreisenden Delegationen. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen