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Elbphilharmonie und Hafenrundfahrt : Partner-Programm auf dem G20-Gipfel: Was machen Melania, Brigitte und Co?

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Den Begleitern der Regierungschefs wird in Hamburg Touristenprogramm geboten – mit einer politischen Note.

shz.de von
erstellt am 27.Jun.2017 | 14:47 Uhr

Hamburg | Einen Hubschrauber-Rundflug über den Ätna wie beim G7-Gipfel in Taormina wird es in Hamburg nicht geben. Auf dem Programm für die Partner der Staats- und Regierungschefs der G20-Länder am 7. und 8. Juli stehen Attraktionen, wie sie viele Touristen in der Hansestadt planen: eine Hafenrundfahrt, eine Besichtigung des Rathauses und ein Konzert in der Elbphilharmonie.

Eine politische Note hat der 68-jährige Gastgeber Prof. Joachim Sauer, der Ehemann von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), aber hinzugefügt: Auf seinen Wunsch hin wird auch das Deutsche Klimarechenzentrum besichtigt.

Der von Sauer gewünschte Ausflug in das Deutsche Klimarechenzentrum, eine Service-Einrichtung für die deutsche Klima- und Erdsystemforschung, könnte auch als Seitenhieb auf US-Präsident Trump verstanden werden, der eine Erderwärmung infolge des Klimawandels vehement bestreitet und mit seinem Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen für weltweites Entsetzen sorgte.

Die wichtigste Frage, wer von den Partnern nach Hamburg kommen wird, wollte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag in Hamburg auch zehn Tage vor dem Gipfel immer noch nicht beantworten. „Ein bisschen muss ich auch an ihre journalistische Neugier appellieren“, meinte Seibert.

Die größte Aufmerksamkeit wird sicherlich die First Lady der USA, Melania Trump, auf sich ziehen. Schon bei ihrer ersten Auslandsreise hatten „Potus und Flotus“, wie US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania im Fachjargon genannt werden, für viel Wirbel gesorgt: In Israel und Rom hatte die 47-Jährige vor laufenden Kameras die Hand ihres Mannes weggestoßen, was die Gerüchteküche um den Zustand der Trump-Ehe brodeln ließ. Aber auch Brigitte Macron, die 64 Jahre alte Frau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron (39), wird sicherlich wieder im Rampenlicht stehen.

Ob die Herren Wladimir Putin oder der saudische König Salman ihre Frauen mitbringen, darf bezweifelt werden: Der russische Präsident ist offiziell Single, der saudische König soll von seinem Sohn, Kronprinz Mohammed bin Salman, begleitet werden - angeblich hat das Königshaus das komplette „Hotel Vier Jahreszeiten“ gebucht. Wenn Joachim Sauer Glück hat, wird er diesmal nicht der einzige Mann sein: Philip May, der Mann der britischen Premierministerin Theresa May, hat sein Kommen zumindest zugesagt.

Am Samstag (8. Juli) werden die Partner von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) durch das historische Hamburger Rathaus geführt. Vielleicht gibt es hier für Zuschauer die Gelegenheit, den Begleitern der Regierungschefs zuzuwinken.

Beim gemeinsamen Konzert und Abendessen mit ihren Partnern in der Elbphilharmonie am Freitag (7. Juli) wird auf Wunsch der Kanzlerin Beethovens „Ode an die Freude“, die Hymne der Europäischen Union, erklingen. Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter Leitung von Kent Nagano spielt Beethovens 9. Sinfonie, Solisten sind Christiane Karg (Sopran), Okka von der Damerau (Mezzosopran), Klaus Florian Vogt (Tenor) und Franz-Josef Selig (Bass). Der Text basiert auf einem Gedicht von Friedrich Schiller. 1985 hatte die Europäische Gemeinschaft das Hauptthema des letzten Satzes als Europahymne angenommen - weil es die Werte versinnbildliche, die alle teilen - so heißt es etwa an einer Stelle: „Alle Menschen werden Brüder!“

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