Polizei sucht Täter : Nach neuer G20-Fotofahndung: 97 Hinweise und zwölf Identifizierungen

G20

Bereits im Dezember hatten die Ermittler eine erste Öffentlichkeitsfahndung nach 107 Tatverdächtigen gestartet.

Mitte Mai hatten Polizei und Staatsanwaltschaft die Bilder von 101 Frauen und Männern veröffentlicht.

shz.de von
31. Mai 2018, 07:53 Uhr

Hamburg | Gut zwei Wochen nach Beginn der zweiten Öffentlichkeitsfahndung nach mutmaßlichen G20-Gewalttätern hat die Polizei zwölf Menschen identifiziert. Insgesamt seien knapp 100 Hinweise eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin. Mitte Mai hatten Polizei und Staatsanwaltschaft die Bilder von 101 Frauen und Männern veröffentlicht. Ihnen werden Straftaten wie schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung oder Plünderung vorgeworfen.

Bereits im Dezember hatten die Ermittler eine erste Öffentlichkeitsfahndung nach 107 Tatverdächtigen gestartet. Insgesamt wurden dabei nach Angaben der Staatsanwaltschaft 35 Personen identifiziert. Gegen zwei der Verdächtigen sei Anklage erhoben und in einem Fall ein Strafbefehl beantragt worden. Gegen die anderen Verdächtigen dauerten die Ermittlungen an.

Kritik an der Fahndungsmethode kam damals von Hamburgs Datenschutzbeauftragtem Prof. Johannes Casper. Als massenhaft einzusetzende Standardmaßnahme für die Strafverfolgung sei die Öffentlichkeitsfahndung gerade im Internetzeitalter nicht angemessen, sagte er. Auch die Linken lehnen diese Form der Öffentlichkeitsfahndung ab.

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