Gewalt in der Elbchaussee : Linken-Politikerin kritisiert nach G20-Randalen Rote Flora und eigene Partei

Allein in der Elbchaussee gingen am 7. Juli 2017 15 Autos in Flammen auf.

Allein in der Elbchaussee gingen am 7. Juli 2017 15 Autos in Flammen auf.

Ihre Partei habe das Ausmaß der Zerstörungswut der Randalierer falsch eingeschätzt, gibt Christiane Schneider zu.

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08. Januar 2018, 15:47 Uhr

Hamburg | Die Hamburger Linken Politikerin Christiane Schneider hat Kritik an der Roten Flora sowie an ihrer eigenen Partei im Zusammenhang mit den G20-Protesten geübt. Ihre Partei habe vor allem das Ausmaß der Gewalt etwa an der Elbchaussee falsch eingeschätzt, sagte sie in einem Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“. „Die Gewalt dort ist ja nicht aus einem Konflikt heraus entstanden, sondern wurde offenbar kaltblütig geplant und ohne Sinn und Verstand angewandt.“

Während des G20-Gipfels war am Morgen des 7. Julis eine Gruppe von mehr als 200 schwarz gekleideten Menschen randalierend über die Elbchaussee gezogen. Laut Feuerwehr gingen allein dort 15 Autos in Flammen auf.

Mit den Besetzern der Roten Flora würde die Vizepräsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft gerne über ihr Verhältnis zur Gewalt sprechen. „Viele dort sitzen noch in den Schützengräben der 90er-Jahre“, sagte die Politikerin. Die Diskussion sei aber längst weitergegangen. Auch wenn es im Vorfeld der „Welcome to Hell“-Demo keinen expliziten Aufruf zur Gewalt gegeben habe, sei es nicht richtig gewesen, davon zu sprechen, Aktionsformen zu wählen, die man selbst für angemessen und vermittelbar halte.

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