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G20-Krawalle : Kommentar zur Roten Flora: „Es geht nicht gut“

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Die Zeit des Wegduckens ist vorbei. Nach den massiven Ausschreitungen muss Hamburg durchgreifen.

Hamburg | Irgendwie hatten sie in Hamburg alle ihren Frieden gemacht mit einem rechtsfreien Raum namens Rote Flora. Hatten weggehört, wenn dort militante Hassreden geschwungen und unverhohlen Gewaltsympathien gepflegt wurden. Wird schon gut gehen. Es geht nicht gut, wie die erschreckenden Gewaltnächte des G20-Gipfels gezeigt haben.

Wenn nicht alles täuscht, hatten die brandschatzenden, hochkriminellen Linkschaoten auf der Straße Unterstützung aus dem besetzten Stadtteilzentrum, als diese Polizei und Staat mit unfassbaren Übergriffen herausforderten. Nicht nur agierten die enthemmten Randalierer unmittelbar vor der Haustür, auch ideologisch herrscht eine ungute Nähe zwischen Einzelnen innerhalb des Gebäudes und dem rasenden Mob draußen.

Wer genau aus dem Umfeld der Roten Flora strafrechtlich relevant zu den Exzessen beigetragen hat, müssen die Strafverfolger herausfinden. Im Kern geht es aber um die übergeordnete politische Mitverantwortung derjenigen Flora-Strippenzieher, die Gewalt nicht nur dulden, sondern mit ihrer verdrehten Weltsicht auch legitimieren und damit initiieren. Wenn die führenden Rotfloristen vor G20 in Medien grundsätzliches Verständnis für gewaltsame Kapitalismuskritik äußern, dann sind sie Brandstifter – ohne selbst Barrikaden angezündet zu haben.

27 lange Jahre hat sich Hamburgs Politik weggeduckt, egal wer im Rathaus regierte. Nun ist hohe Zeit, das Verhältnis zur Flora ein für alle Mal zu klären. Was übrigens nicht zwangsläufig Räumung bedeuten muss. Als Kulturzentrum eines anderen, konsequent links-alternativen Lebensstils kann die Flora fortbestehen. Fahrradwerkstatt, politische Diskurse und Punkkonzerte hält die liberale Hansestadt aus.

Was sie nicht länger ertragen darf, sind die radikalen Scharfmacher. Ein schlichter Mietvertrag mit klaren Rechten und Pflichten wirkt da Wunder. Verstößt das Flora-Kollektiv gegen Vereinbarungen, fliegt es raus. So einfach ist das.

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erstellt am 11.Jul.2017 | 06:49 Uhr

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