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Trump, Merkel und Co : Hier residieren die Staatschefs beim G20-Gipfel in Hamburg

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Aus der Onlineredaktion

Wo die wichtigsten Gipfel-Teilnehmer und ihre Delegationen untergebracht sind und wie ausgebucht die Unterkünfte in der Hansestadt wirklich sind - shz.de gibt einen Überblick.

Hamburg | Die Meinungen sind geteilt. Über den G20-Gipfel generell und über Besuche der Hansestadt während des Gipfels im Besonderen. Viele meiden Hamburg während des Gipfel-Wochenendes und verschieben ihre geplante Reise, andere finden es besonders spannend, genau zu diesem Ereignis in der Metropole zu sein. Die Frage, welche Politiker in welchen Hotels übernachten, wird dabei wie ein Staatsgeheimnis gehandelt. Manche Häuser mussten sogar Vertraulichkeitserklärungen unterzeichnen, damit über ihre hochrangigen Gäste vor dem G20-Gipfel nichts nach außen dringt.

So gut wie kein Haus hat definitiv bestätigt, welche Delegation wirklich dort residiert. Selbst bei dem Gerücht, dass der US-Präsident Donald Trump im Gästehaus des Senats an der Außenalster absteigt, wo er nicht nur von der Land- und Luftseite aus, sondern auch durch die Wasserpolizei geschützt würde, könnte es sich um ein Ablenkungsmanöver handeln.

Festzustehen scheint, dass etwa das Grand Hotel Elysee die chinesische Delegation rund um Ministerpräsident Xi Jinping beherbergt. Das Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten ist für König Salman ibn Abd al-Aziz von Saudi Arabien reserviert. Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, belegt das Sofitel. Russlands Präsident Wladimir Putin wird im Park Hyatt wohnen. Eine ungewöhnliche Konstellation ergibt sich im Hotel Atlantic Kempinski. Dort soll nach neuesten Erkenntnissen neben Bundeskanzlerin Angela Merkel auch der indische Premierminister Narendra Modi Quartier beziehen.

Längst nicht alle Mitglieder der bis zu 600 Personen starken Delegationen können in denselben Häusern untergebracht werden wie ihre Staatschefs. Demzufolge sieht die Buchungssituation für reguläre Gäste, die unbedingt in den gleichen Hotels wohnen wollen wie die Staatschefs, während des Gipfel-Wochenendes nicht gerade rosig aus.

Trotzdem müssen sie nicht ins Umland ausweichen, wie Ulrike von Albedyll, Landesgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Hamburg, betont. „Auch in Hamburg gibt es noch genügend freie Kapazitäten, vor allem in Drei- und Vier-Sterne-Häusern.“

Trotzdem nutzen einige Hotels die Gunst der Stunde und erheben einen Preiszuschlag. Wie The George Hotel in St. Georg: „Wir reagieren auf Angebot und Nachfrage mit täglich anpassendem Preisangebot“, sagt Verkaufsleiter und Marketingdirektor Lars Decker. „Zum Gipfel sind wir derzeit nicht zu 100 Prozent ausgebucht.“

Den normalen Wochenendpreisen entsprechen die Zimmerraten im B&B Hotel Hamburg City-Ost. Oliver Goslich, Director of Sales & Marketing der B&B Hotels: „Etwa an rund 30 Tagen im Jahr kommt ein Event-Zuschlag dazu, der Preis steigt dann auf maximal das Doppelte des Grundpreises. In Bezug auf den G20-Gipfel kam der Eventzuschlag jedoch nicht zum Tragen.“ Am Wochenende gibt es am Freitag noch Zimmer, der Sonnabend ist komplett ausgebucht.

Zu fast 95 Prozent ist auch das Best Western Raphael Hotel Altona zum G20-Gipfel voll. „Wir erwarten aber, dass wir zu 100 Prozent ausgebucht sein werden, wie an den übrigen Juli-Wochenenden auch“, sagt Direktorin Ursula Heiter-Lamczyk. „Am Wochenende erwarten wir überwiegend Touristen und Radfahrer. Wir spüren bisher keine Auswirkungen des G20-Gipfels. Unsere Zimmer vermieten wir zur normalen, saisonüblichen Wochenend-Rate.“

Alle Informationen und Berichte zum G20-Gipfel in Hamburg finden Sie gesammelt auf shz.de/g20.

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erstellt am 28.Jun.2017 | 10:00 Uhr

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