Sonderbetrieb in Fuhlsbüttel : G20-Gipfel: Hamburger Flughafen sperrt Aussichtsplattformen

Ist die „Air Force One“ mit US-Präsident Trump an Bord im Anflug, wird der Luftraum über Hamburg offenbar für eine halbe Stunde gesperrt.
Ist die „Air Force One“ mit US-Präsident Trump an Bord im Anflug, wird der Luftraum über Hamburg offenbar für eine halbe Stunde gesperrt.

Einen Blick auf die landenden Staatsmänner wird es für Flughafenbesucher wohl nicht geben – dafür einige Einschränkungen.

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27. Juni 2017, 16:17 Uhr

Hamburg | Der Hamburger G20-Gipfel wird auch für den Airport der Stadt zur beispiellosen Herausforderung. Geschätzt 70 Staatsmaschinen werden zwischen dem 6. und 8. Juli streng abgeschirmt am Helmut-Schmidt-Flughafen landen und starten. Dies könne zu zeitweisen Einschränkungen im normalen Flugverkehr und bei der Anreise führen, sagte Geschäftsführer Michael Eggenschwiler am Dienstag. Ansonsten gelte aber: „Der reguläre Linienverkehr läuft parallel zum G20-Sonderbetrieb weiter.“

Zur Abwicklung hat der Airport laut Eggenschwiler einen „Flughafen im Flughafen“ eingerichtet. Das Vorfeld 2 ist in den Gipfeltagen für die Staatsgäste und ihre Entourage reserviert, auf dem Vorfeld 1 soll Business as usual herrschen.

Wann welcher G20-Jet in Hamburg landet, unterliegt allerdings größter Geheimhaltung. Klar ist, dass die allermeisten Staats- und Regierungschefs am Donnerstag anreisen. Abflugtag ist Sonnabend, 8. Juli, wenn die Staatsmaschinen innerhalb kürzester Zeit Hamburg wieder verlassen werden. 

Landende Flugzeuge mit Gipfelpolitikern werden nach dem Ausrollen auf dem Vorfeld 2 geparkt. Dort erfolgt eine protokollarische Begrüßung des Staatsgastes, der anschließend mit seinen engsten Begleitern noch auf dem Rollfeld seine Limousine besteigt. Eskortiert von Polizeifahrzeugen werden die Konvois über vorher nicht genannte Routen durch Hamburg zu den Hotels in der City geschleust.

Die Terminals betreten die prominenten Besucher nicht. Für neugierige Zaungäste heißt das aber auch: Von Donald Trump, Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan und all den anderen Top-Politikern bekommen sie nichts zu sehen. Nach Angaben des Airport-Chefs sind während der Gipfeltage auch die Aussichtsplattformen und das „Café Himmelsschreiber“ gesperrt. Das Café „Coffee to Fly“ hat zwar geöffnet, kann aber nur zu Fuß erreicht werden. Vom Dach des Parkhauses aus darf nicht fotografiert werden.

Ansonsten erwartet der Flughafen keine dramatischen Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Da Staatsmaschinen Vorrang genießen, werden sich andere Flugzeuge indes immer mal wieder gedulden müssen. Am längsten ist die Wartezeit für die Dienstmaschine von US-Präsident Trump. Schwebt die „Air Force One“ ein, gilt dem Vernehmen nach eine Luftraumsperrung von rund einer halben Stunde. 

Zu Unannehmlichkeiten kann es für Normalo-Passagiere auch bei der Anfahrt kommen. Während der Durchfahrt von Politikerkonvois, vor allem am 6. und am 8. Juli, werden etliche Straßen vorübergehend gesperrt sein. Eggenschwilers dringender Rat: „Passagiere sollten die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, vor allem die Flughafen-S-Bahn S1.“ Seine andere wichtige Empfehlung lautet: Unbedingt früher als üblich am Airport erscheinen. Über kurzfristige Änderungen der An- und Abflüge informieren der Flughafen und die Airlines im Internet.

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