Hamburg in der Sternschanze : G20-Gipfel: 550 Grundschüler müssen nicht zum Unterricht

Die Eltern können entscheiden, ob sie ihren Kindern den Weg zur Schule zumuten wollen - oder ob er ihnen zu gefährlich scheint.
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Die Eltern können entscheiden, ob sie ihren Kindern den Weg zur Schule zumuten wollen - oder ob er ihnen zu gefährlich scheint.

Die Kinder können an dem Tag zu Hause bleiben - falls ihre Eltern den Weg für zu gefährlich halten.

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10. Mai 2017, 14:13 Uhr

Hamburg | Die rund 550 Kinder der Ganztagsschule Sternschanze müssen während des G20-Gipfels am 7. Juli nicht zwingend im Unterricht erscheinen. Nach Angaben der Schulbehörde vom Mittwoch können sie an diesem Tag auch zu Hause bleiben, wenn die Eltern den Weg für zu gefährlich erachten.

Nicht nur die Schule mahnt zur Vorsicht - auch die Firma Beiersdorf rät ihren Mitarbeitern, am während des G20-Gipfels besser von zu Hause aus zu arbeiten. Der Polizeieinsatz zum Gipfel ist der größte, den die Polizei Hamburg in ihrer Geschichte jemals bewerkstelligen musste, es werden außerdem viele Gegendemonstranten erwartet.

Die Schule liegt in unmittelbarer Nähe zum Tagungsort der Staats- und Regierungschefs. Sie bleibe aber an jenem Freitag auf jeden Fall geöffnet, um ihrer Betreuungspflicht gerecht zu werden, sagte ein Behördensprecher auf Anfrage. Für die übrigen gut 190.000 Schüler an den weiteren 408 allgemeinbildenden Schulen Hamburgs gelte die Schulpflicht jedoch uneingeschränkt.

Der Sprecher betonte jedoch auch: Wenn Eltern am Tag des Gipfels eine akute Gefährdungslage für ihr Kind sehen, können sie ihr Kind mit einer konkreten Begründung vom Schulbesuch abmelden. Erscheinen Schüler indessen wegen der Teilnahme an einem Schulstreik oder Demonstrationen während des G20-Gipfels nicht im Unterricht, erhielten sie einen Eintrag wegen unentschuldigten Fehlens. Das Bündnis „Jugend gegen G20“ hat während des Gipfels zum Bildungsstreik aufgerufen. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

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