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G20-Gipfel in Hamburg : City-Management: Innenstadt könnte bei G20 leer werden

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Einige Hamburger können während des Gipfels von zu Hause arbeiten. Viele Geschäfte haben ihre Gebäude gesichert.

shz.de von
erstellt am 05.Jul.2017 | 14:59 Uhr

Hamburg | Während des G20-Gipfel sind zwar die meisten Geschäfte in der Innenstadt zu einer Kernzeit von 10 bis 18 Uhr geöffnet. City-Managerin Brigitte Engler rechnete am Mittwoch jedoch mit weitaus leereren Einkaufsstraßen bei den Gipfel-Tagen am 7. und 8. Juli als an normalen Arbeitstagen. Wenn es realistisch sei, dass etwa ein Drittel der Bewohner wegen G20 Hamburg verlassen und nahezu 70 Prozent die Innenstadt meiden wollten, „dann wird die Innenstadt sehr leer sein“, sagte Engler. Von 1010 Geschäften haben nach ihren Angaben 900 in der Kernzeit geöffnet, manche - wie das Alsterhaus am Jungfernstieg - aber auch länger oder wie üblich bis 20 Uhr.

 

Viele Hamburger Arbeitnehmer können Freitag ihre Arbeit im Home-Office erledigen oder haben vom Unternehmen einen zusätzlichen Urlaubstag erhalten, darunter bei Verlagen wie Gruner + Jahr und der Bauer Media Group. Somit könnten Bürogebäude in der Innenstadt weitgehend leer bleiben, „die Menschen fehlen auf den Straßen“, sagte Engler.

Nach Karstadt und Galeria Kaufhof hätten weitere Häuser ihre Schaufenster gesichert. Die Polizei habe zwar mitgeteilt, dass dies nicht notwendig sei. Aber jedes Unternehmen müsse selbst abwägen, wie sicher es sich fühlt, sagte Engler. Die Kinokette Cinemaxx hält ihr Haus am Dammtor unweit der Messehallen vom 7. bis 8. Juli geschlossen, Besucher sollen auf andere Filialen ausweichen.

Das City-Management beziffert die erwarteten Umsatzausfälle für die Geschäftsleute zwischen Hauptbahnhof über Mönckebergstraße bis Gänsemarkt auf rund 15 Millionen Euro. Auch in der Hafencity bleiben Geschäfte am 7. Juli geschlossen, weil die G20-Spitzenpolitiker zu einem Konzert in der Elbphilharmonie erwartet werden.

Alle Artikel rund um den G20-Gipfel gibt es auf unserer Übersichtsseite shz.de/g20.

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