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Nach G20-Gipfel in Hamburg : Berliner Polizisten erhalten Sonderurlaub

vom
Aus der Onlineredaktion

Für die Beamte gibt es eine Entschädigung für die Strapazen beim G2-Gipfel in Form von Sonderurlaub. Auch für die Partypolizisten.

Berlin | Rund drei Wochen nach dem G20-Gipfel in Hamburg ist es amtlich: Die in der Hansestadt eingesetzten Berliner Polizisten erhalten drei Tage Sonderurlaub. Zudem können sie sich angefallene Überstunden im Unterschied zur sonstigen Praxis voll auszahlen lassen - und zwar sofort, wenn sie das wollen. Das teilte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Freitag unter Berufung auf ein in dieser Woche eingegangenes Schreiben der Innenverwaltung mit.

„Ich bin sehr stolz, was wir als Gewerkschaft im Verbund mit den GdP-Personalräten für die Kolleginnen und Kollegen erreicht haben“, sagte die Landesvorsitzende Kerstin Philipp. „Diese Entscheidung zeigt, dass der neue Senat warmen Worten auch Taten folgen lässt und nicht beratungsresistent ist. Das ist auch für die zukünftige Zusammenarbeit ein gutes Zeichen.“ Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte den Sonderurlaub bereits vor dem G20-Treffen angekündigt. Über Details gerade des finanziellen Ausgleichs hatte die Gewerkschaft mit der Innenverwaltung Gespräche geführt.

Beim G20-Gipfel (7./8. Juli), bei dem es zu schweren Ausschreitungen von Linksautonomen kam, waren rund 1000 Berliner Polizisten im Einsatz. Auch in den Wochen davor befanden sich bereits Einheiten aus der Hauptstadt vor Ort. Die Regelung gilt laut GdP für alle dieser Beamten. Sie greift also auch für die 220 Bereitschaftspolizisten, die die Hamburger Polizeiführung noch vor dem Gipfel zurückschickte nach Vorwürfen, eine exzessive Party gefeiert zu haben. Die Vorwürfe wurden danach von der Polizeiführung und auch beteiligten Polizisten entkräftet.

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erstellt am 28.Jul.2017 | 13:54 Uhr

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