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Kommentar zu Krawallen in Hamburg : Ausschreitungen bei „Welcome to hell“: Ein Jammer für die G20-Kritiker

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Der harte Kern im Schwarzen Block hat den Verlauf einkalkuliert und wohl auch herbeigesehnt, meint Markus Lorenz.

Willkommen im realen Irrsinn verblendeter linksautonomer Krawallmacher. Ihre „Welcome to Hell“- Demonstration in Hamburg lief am Donnerstagabend schon aus dem Ruder, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Und nahm damit genau den Verlauf, den der harte Kern im unbelehrbaren Schwarzen Block nicht nur einkalkuliert, sondern wohl auch herbeigesehnt hatte. Wie sonst ist zu erklären, dass Demonstrationsteilnehmer nicht nur vermummt zur politischen Meinungsäußerung erscheinen, sondern auch mit Flaschen, Steinen, Böllern und wer weiß was bewaffnet?

Ohne Wenn und Aber: Wer Sprengkörper auf Polizisten wirft, ist ein Straftäter, gehört verfolgt und bestraft. Und wenn durch das ungerächte Tun gewaltverliebter Kampflinker die Sicherheit von Tausenden Menschen auf der Straße in Gefahr gerät, bleibt der Polizei auch nichts anderes übrig, als eine Demonstration aufzulösen.

Bleibt zu hoffen, dass der Gewaltausbruch, der zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Zeilen anhielt, in der Nacht nicht noch weiter eskaliert ist. So oder so bilden die Ausschreitungen am Vorabend des G20-Gipfels einen denkbar schlechten Start für das Treffen der wichtigsten Politiker dieser Welt. Das gilt weniger für die Gespräche von Merkel und Co. als solche. Putin, Trump und andere werden die Krawalle im Zweifel kaum zur Kenntnis nehmen.

Ein Jammer ist das gestrige Desaster vor allem für jene, die dem G20-Konstrukt kritisch gegenüberstehen und die Hamburg als große Chance für sich gesehen haben. Schon jetzt ist beeindruckend, in welcher Breite, und mit welch konstruktivem Anspruch zivilgesellschaftlichen Gruppen den Gipfel nutzen, um für Ihre Gegenkonzepte zu kämpfen. Die allermeisten tun dies friedlich, auch wenn schnelle Erfolge für sie zumeist nicht in Sicht sind. Und eben darin unterscheiden sie sich von anderen Kritikern aus dem linken Lager, die nicht nur ständig zu wissen glauben, wer die Bösen sind. Sondern die sich jederzeit auch selbst das Recht nehmen, ihre Weltweisheit mit Gewalt ausdrücken zu dürfen. Sie merken nicht, dass niemand außer Ihnen für so etwas Verständnis hat. Allen anderen haben Sie einen Bärendienst erwiesen.

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erstellt am 07.Jul.2017 | 06:30 Uhr

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