zur Navigation springen

„BlockG20“ : Aktionsgruppe veröffentlicht Leitfaden für G20-Demonstranten

vom

Kleine Pictogramme sollen Protest-Neulingen Tipps zum Blockieren und Verhalten gegenüber der Polizei geben.

Hamburg | Die Aktionsgruppe „BlockG20“ ruft zu Protesten gegen das Treffen Staats- und Regierungschefs auf. Doch wollen sie auch Panik und Gewaltauschreitungen verhindern, dazu veröffentlichte die Gruppe eine Safetycard unter anderem über ihren Twitter-Kanal. Darauf sind Empfehlungen zu finden, was die Protest-Teilnehmer mitnehmen sollen, und Tipps zu Blockadentechniken leicht verständlich mit kleinen Zeichnungen abgebildet.

Die Safetycard beginnt ganz oben mit der Vorbereitung auf die Demonstration. Neben so selbstverständlichen Tipps wie Essen, Trinken und Sonnenschutz mitnehmen, sind auf dem Papier auch Pictogramme abgebildet, die empfehlen Verbandsmaterial und Wasser zum Ausspülen der Augen mitzunehmen. Das Wasser verschafft Linderung, falls Pfefferspray zum Einsatz kommt. Auch die zentrale Nummer des Ermittlungsausschusses sollen die Demonstranten sich auf den Arm schreiben.

Das Blockieren und die konkrete Vorbereitung darauf wird ebenfalls in kleinen Bildern beschrieben. Wichtig sei, so die Aktionsgruppe, das Bilden von Kleingruppen, den Bezugsgruppen. Jede Gruppe soll einen Delegierten bestimmen. Währen der Blockade sei es die Aufgabe der Delegierten sich zu treffen und gemeinsame Enscheidungen zu fällen. Dazu gehört etwa auch die Stärke und Art des Protestes.

Im Fall der Festnahme werde, das zeigt die Abbildung, die Nummer des Ermittlungsausschusses wichtig. Der steht zur Beratung bereit. „BlockG20“ empfiehlt bei der Polizei kooperativ Name, Geburtstag und Adresse anzugeben. Dazu sind die Blockierre verpflichtet. Weitere Aussagen sollen die Demonstranten nicht machen, zudem wird davon abgeraten etwas zu unterschreiben. Letzteres wird auf der Safetycard durch ein Blatt-Papier mit Stift unter einem großen roten Kreis mit Querstrich symbolisiert.

Ziel der Aktionsgruppe „BlockG20“

Die Aktionsgruppe will den Ablauf des Gipfels spürbar stören. Sie teilen in ihrem Internet-Auftritt mit, dass sie dafür einen massenhaften, öffentlich angekündigten Regelübertritt begehen werden. Wir werden unser Ziel besonnen und entschlossen durchsetzen, als Teilnehmende solidarisch aufeinander achten und uns schützen, um unser Recht auf körperliche Unversehrtheit zu verteidigen. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen.“

zur Startseite

von
erstellt am 04.Jul.2017 | 17:07 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen