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Ausschreitungen zum G20-Gipfel : 51 mutmaßliche Gewalttäter nach Hamburger Krawallen in U-Haft

vom

Die Liste der Vorwürfe ist lang: Von schwerem Landfriedensbruchs bis zu versuchtem Mord.

shz.de von
erstellt am 10.Jul.2017 | 16:59 Uhr

Hamburg | Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen am Rande des G20-Gipfels sitzen nach Angaben der Hamburger Staatsanwaltschaft 51 Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Die Vorwürfe gegen die Verhafteten lauteten unter anderem: schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung. Einem 27-jährigen Deutschen werde versuchter Mord vorgeworfen. Er soll mit einem Lasergerät den Piloten eines Polizeihubschraubers gezielt geblendet haben. Dabei soll er sogar den möglichen Absturz des Helikopters in Kauf genommen haben.

Bei den Beschuldigten handele es sich überwiegend um junge Männer unter 30 Jahren. Neben zahlreichen Deutschen säßen auch Staatsbürger aus Frankreich, Italien, Spanien, Russland, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich in Haft. Die Staatsanwaltschaft habe insgesamt 85 Haftbefehle beantragt gehabt. In den Fällen, in denen keine Haft angeordnet worden sei, prüfe die Behörde die Einlegung von Rechtsmitteln, hieß es.

Die Polizei nahm am Rande des Gipfels 186 Verdächtige fest und nahm 228 in Gewahrsam, wie ein Pressesprecher mitteilte. In der Nacht zum Montag hatten Beamte noch drei Vermummte im Stadtteil St. Paul gestellt. Sie hätten verbotene Feuerwerkskörper dabei gehabt und seien darum kurzzeitig in Gewahrsam genommen worden. Alle Fest- und in Gewahrsam genommenen Personen, gegen die kein Haftbefehl erlassen wurde, seien inzwischen wieder freigelassen worden, sagte ein Polizeisprecher.

Für den G20-Bereitschaftsdienst der Hamburger Staatsanwaltschaft waren nach Angaben von Frombach mehr als 140 Staatsanwälte in 232 Sonderschichten im Einsatz. Dabei ging es um Haft- und Ermittlungssachen.

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